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In Berngau beginnt eine neue Ära

Thomas Meier wurde als Bürgermeister vereidigt, Stefan Meyer und Sebastian Schrafl sind Vertreter - 08.05.2020 10:00 Uhr

Sportiver Einstieg ins Kommunalgeschäft: Die Berngauer Gemeinderäte und ihre Bürgermeister Thomas Meier, Stephan Meyer und Sebastian Schrafl wollen alle Hürden ihrer Amtszeit mit Verantwortung nehmen. © Foto: Anne Schöll


Als sein Stellvertreter ist Stefan Meyer mit 14 Stimmen und einer Enthaltung gewählt worden, zum dritten Bürgermeister bestimmte das Gremium Sebastian Schrafl mit zwölf Stimmen und drei Enthaltungen. Als neue Gemeinderäte hat Bürgermeister Thomas Meier Kristin Lodes, Gerhard Grad, Christian Wild und Bernhard Meckl (CSU/BLB) sowie Marion Behrends, Harald Meier, Matthias Braun und Michael Ochsenkühn (FW) vereidigt.

Zuvor hatte Bürgermeister Thomas Meier festgestellt, die Wahl im März habe personelle Veränderungen im Gemeinderat mit sich gebracht, nachdem sich etliche bisherige Räte zurückgezogen haben. Die Neuen werden den Wählerauftrag wahrnehmen und im Gremium mitarbeiten. Er bedauerte, dass für die Vereidigung in Corona-Zeiten kein würdigerer Rahmen geboten werden kann. "Wir müssen die Einschränkungen in Kauf nehmen".

Von sich selber sagte er, eigentlich hätte er sich in Kursen und Lehrgängen fortbilden wollen, aber die fallen vorerst aus. Gespräche mit der Verwaltung und erfahrenen Gemeinderäten würden ihm aktuell weiterhelfen. Zum 1. Mai sei sein Vorgänger Wolfgang Wild symbolisch aus der Verwaltung ausgeschieden. "Ich gehe nun eine Ehe mit der Verwaltung ein mit Herausforderungen."

Zuvor bei der Polizei

Vor einem halben Jahr hätten seine beruflichen Pläne noch anders ausgesehen. Er habe sich bei der Polizei wohlgefühlt. Aber als ihn Wild gefragt habe, ob er als Bürgermeister kandidieren möchte, habe er nach reiflicher Überlegung zugesagt. "Heute sind wir, 14 Gemeinderäte und ein Bürgermeister, da, um uns um die Gemeinde zu kümmern und uns für ihre Belange einzusetzen". Es werde in den kommenden Jahren spannend werden. Man wisse nicht, wie sich Corona auf die Haushaltslage der Gemeinde auswirken werde.

Arbeit gebe es genug. Er nannte die Fertigstellung der Kita, die Sanierung des Lukas-Anwesens, Straßenbau, Baugebiete oder die Teichkläranlagen, für die die Genehmigungen auslaufen. Er versprach: "Wir werden alles besprechen und versuchen, zum Besten für die Bürger zu entscheiden". Meier dankte seinem Vorgänger Wild, dass er so rücksichtsvoll die Zügel aus der Hand gibt und eine liebenswerte Gemeinde hinterlässt.

Anschließend war die Geschäftsordnung der Gemeinde für die kommenden sechs Jahr ein Thema, die in Teilen an die Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages angelehnt ist. Josef Möges von der Verwaltungsgemeinschaft informierte dazu, Passagen könnten auch in der laufenden Periode per Beschluss geändert werden.

Thomas Meier griff einige Punkte aus der Geschäftsordnung heraus und erläuterte, dass die Räte künftig die Sitzungsladung samt Unterlagen auf elektronischem Weg erhalten. Dazu wird das Ratsinformationssystem eingeführt. Deshalb wolle man die amtlichen Gemeindetafeln von fünf auf zwei reduzieren, eine in der Verwaltungsgemeinschaft und eine in Berngau. Der Rest könne "nichtamtlich" bedient werden.

Matthias Braun merkte an, dass die in der Geschäftsordnung festgelegten fünf Personen, die als Fraktion auftreten könnten, auf drei zurückgesetzt werden sollten.

Sebastian Schrafl erschien die Heraufsetzung der Summe für Zuschüsse an Vereine von bisher 200 Euro auf 2000 Euro in Alleinzuständigkeit des Bürgermeisters als zu hoch. Er schlug 750 Euro vor. Diese Anregung ging mit 10:5 Stimmen durch.

Ältester springt ein

Wenn alle drei Bürgermeister ausfallen sollten, obliegt dem ältesten Gemeinderatsmitglied die Führung der Amtsgeschäfte, dies wurde vom Rat beschlossen. Außerdem wurde die Summe für Alleinentscheidungen durch den Bürgermeister von 5000 Euro auf 13 000 Euro erhöht. Josef Möges sagte dazu, man sei der Empfehlung des Bayerischen Gemeindetages gefolgt. Danach sind zur Eigenentscheidung vier bis fünf Euro je Einwohner vorgeschlagen.

Die Geschäftsordnung sowie die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechtes wurden verabschiedet. Der Bürgermeister gab bekannt, dass der Rohbau der Kita-Erweiterung durch die Firma Dörrmann abgeschlossen ist. Derzeit geht es um Küchenpläne. In der "Erkläranlage" seien die Sanitärarbeiten beendet worden.

Künftig werde es im 14-tägigen Wechsel Planbesprechungen zu den Baustellen Kita und Lukas-Anwesen geben. Die Planungen für den Bauhof laufen. Bauherr Distler wird das Nebengebäude auf seiner Hofstelle für Bauhofzwecke umbauen und an die Gemeinde vermieten. Die Pläne für das Bauhofgebäude wird ein Architekt in einer der kommenden Sitzungen vorstellen.

ANNE SCHÖLL

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