Donnerstag, 13.05.2021

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Kommt endlich die Senkung der Biersteuer?

Finanzminister Füracker setzt sich im Bund für geringere Belastung kleiner Brauereien ein - 12.04.2021 06:00 Uhr

Die Biersteuer-Mengenstaffel benachteiligt traditionell ausgerechnet kleine und mittelständische Brauereien, die sich schon lange für eine Korrektur der fiskalischen Schieflage einsetzen – und sie bekommen nun Unterstützung von Finanzminister Füracker.

09.04.2021 © Foto: Gena Melendrez/Shutterstock.com


"Unter dem Druck der Corona-Pandemie und der wachsenden wirtschaftlichen Not der Betriebe wird endlich auch die Notwendigkeit einer Steuerentlastung für das Brauereigewerbe erkannt. Eine Absenkung der Biersteuer schafft eine wichtige und deutliche Entlastung für kleine, familiengeführte Brauereien – diese prägen die Identität und Kultur unseres Freistaats, wie fast kein anderes Handwerk", so Füracker laut Pressemitteilung.

Bayern fordert vom Bund seit jeher eine Absenkung der Biersteuer-Mengenstaffel, um die Vielfalt der bayerischen Brauereien, welche gerade aufgrund der zahlreichen kleineren Betriebe besteht, zu erhalten. Zuletzt setzte sich Bayern im Rahmen des Corona-Steuerhilfegesetzes dafür ein.


Corona-Hilfen für Brauerei-Gaststätten


Kleinere Brauereien, deren Gesamtjahreserzeugung bis zu 200 000 Hektoliter beträgt, können bereits jetzt ermäßigte Biersteuersätze in Anspruch nehmen. Bayerns Vorschlag geht jedoch einen Schritt weiter und drängt seit langem auf eine Rückkehr und damit Absenkung der Biersteuer-Mengenstaffel auf die vor 2004 geltenden Steuersätze.

Damit würde sich die Biersteuer für kleinere Brauereien – gestaffelt an der Jahreserzeugung – auf bis zu 50 Prozent des regulären Steuersatzes reduzieren. Da Bayern die größte Dichte an kleinen Brauereien hat, entfielen über die Hälfte der aus der Steuerabsenkung resultierenden Steuermindereinnahmen auf den Freistaat.


Neumarkter Durst bezahlte die Bildung


Viele Länder wären von der Änderung nur in geringem Umfang betroffen, dennoch hat die bayerische Forderung bisher nicht die erforderliche Mehrheit gefunden. Bayern setzt nun auf die Unterstützung des Bundes und der anderen Länder.

nn

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