Dienstag, 10.12.2019

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Mehr Sicherheit für Schüler in Pilsach

Schulbushaltestelle in Pilsach soll laut Beschluss des Gemeinderates verlegt werden - 10.11.2019 11:20 Uhr

Aufgrund des Mittelschulverbundes mit den Nachbargemeinden Berg und Lauterhofen handelt es sich hierbei um eine Art "Umsteige-Bahnhof", erläuterte Bürgermeister Adolf Wolf die Situation.

Hier steigen die Erst- bis Viertklässer der Pilsacher Schule aus, die älteren Schülerinnen und Schüler, die weiterführende Schulen besuchen, wechseln hier, die Busse sind proppenvoll. Viele müssen hier die Straße überqueren, um den Bus zu erreichen, der sie ans Ziel in Berg oder Lauterhofen bringt.

Mehr als 50 Kinder auf dem Gehweg

Die Anschlussbusse fahren in der Regel gleich weiter. Besonders schwierig gestaltet sich die Situation am Morgen, wenn alle unterwegs sind. Derzeit wechseln in Pilsach 30 Kinder aus Berg in den Bus nach Lauterhofen, von Lauterhofen kommen 28 Kinder, die nach Berg gebracht werden. 47 Kinder fahren von Pilsach nach Lauterhofen, weitere knapp 20 nach Berg. Über 50 Kinder verteilen sich zeitweise auf dem Gehsteig, dessen Fläche für die Anzahl Schüler nicht ausreicht. Pro Kind sei ein halber Quadratmeter Aufstellfläche notwendig, hieß es.

2017 wurde die Haltestelle von der Schule wegen der anstehenden Baumaßnahmen an der Schule nach unten verlegt. Mit Schildern, Verkehrsweghelfern und einem Übergang habe das auch funktioniert, erinnerte Wolf, daher wurde überlegt, die Haltestelle dort zu belassen. Mittlerweile wurde aber das Busunternehmen gewechselt, der neue Unternehmer Merz fährt etwas anders als sein Vorgänger.

Am Dienstag hat eine Verkehrsschau mit Vertretern von Gemeinde, Landkreis, Polizei und dem Elternbeirat stattgefunden, um die aktuelle Situation in der Ortsmitte zu begutachten und alternativ die Lage an der Schule zu betrachten.

Polizei und Landkreis sehen die Lage in der Ortsmitte "kritisch" bei dem fließenden Verkehr. Es könne nicht sichergestellt werden, dass die Schüler sicher über die Straße kommen. Einen Zebrastreifen gibt es nicht, auch an ausreichender Beleuchtung fehlt es.

An der Schule wäre die Situation bei stehendem Verkehr günstiger, so wurde ein Rundkurs auf dem Platz vor der Schule überlegt, der jetzige Grünflächen mit einbezieht, und ausprobiert, darunter mit einem 13-Meter-Bus, ein "Riesengeschoss". Fazit des Bürgermeisters: "Sehr eng ist es", "nicht optimal, aber müsste gehen".

Zwei Parkreihen müssen weichen

Dafür müssen allerdings zwei der eigentlich geplanten Parkreihen weichen. Insgesamt 31 Parkplätze waren vorgesehen, 17 würden übrig bleiben – genug für Lehrer und auch Arztbesucher, denn um diese Zeit sei der Schulbusverkehr in der Früh "eigentlich schon rum", meinte Wolf. Abends ab 18 Uhr könnten die Busspuren zum Parken freigegeben werden.

Ein Elternverkehr ist dann jedoch an der Schule laut Polizei nicht mehr möglich, das wird auch überwacht werden. In der Rosenstraße nebendran sei auch jetzt täglich "kräftig Verkehr" zur Schule, wandte Gemeinderat Andreas Götz ein, das funktioniere problemlos.

Auf Anweisung der Polizei wurde unverzüglich die Haltestelle zur Sparkasse hin verschoben, um die Situation zu entschärfen. Nach den Weihnachtsferien wird sie zur Schule verlegt, die Eltern sind zur Hilfestellung aufgerufen, um die sechswöchige Zwischenzeit zu überbrücken.

An der Schule muss sich die Situation dann erst einspielen, Abfahrtszeiten könnten sich aus Zeitgründen etwas verschieben. Laufwege für die Kinder sollten aber im Vorfeld festgelegt werden, wurde gefordert.

Einem Zebrastreifen an der Ortsstraße hätte das Landratsamt wohl zugestimmt, allerdings hätten die Gehsteige abgesenkt werden und die Gemeinde für ausreichende Beleuchtung sorgen müssen, "das Teuerste".

Die Eltern freuten sich über die Entscheidung in ihrem Sinn und dankten Wolf, dass er sich habe umstimmen lassen.

JUTTA RIEDEL

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