Mittwoch, 20.01.2021

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Mittelricht: Ackerflächen werden Gewerbegebiet

Der Gemeinderat von Berngau stimmt einer Änderung des Flächennutzungsplans zu - 20.11.2020 11:30 Uhr

Neben der Trocknung und der Steinbrechanlage zwischen Röckersbühl und Mittelricht wurde für künftige Ansiedlungen eine landwirtschaftliche Fläche von 16 250 Quadratmetern im Flächennutzungsplan umgewidmet.

19.11.2020 © Foto: Anne Schöll


Betroffen sind die Flurnummern 78, 78/4, 78/6 und 78/7 der Gemarkung Mittelricht, ein Areal von insgesamt 16 250 Quadratmetern im Anschluss an die bestehenden Betriebe Trocknung Röckersbühl und Steinbrechanlage. Im Rahmen dieser Erschließung soll die Straße an der Trocknung, die als Zufahrt dienen wird, ausgebaut und die Kosten auf das Gewerbegebiet umgelegt werden.

Keine Probleme mit Außenbereich

Eine Reihe von Bauanträgen lag ebenfalls zur Bearbeitung vor. So dürfen Bauherren in Dippenricht ein Einfamilienhaus mit Garagen und Büroflächen auf ihrem Anwesen errichten, wofür das bestehende Altgebäude abgerissen wird. Der Neubau liegt in der Hofstelle, so dass es keine Probleme mit dem Außenbereich gibt.

Der Besitzer des Anwesens in Berngau, Am Eberhard 36, erhielt eine isolierte Befreiung für den Neubau eines Carports mit Abstellraum. Befreiungen wurden erteilt für die Überschreitung der Baugrenze und der Abweichung der Garagengestaltung.

Projekte in der Landwirtschaft

Ein weiterer Bauherr darf in Wolfsricht einen quadratischen Anbau mit Satteldach und zwei Toren an seine Maschinenhalle errichten. Gemeindliche Zustimmung war nötig zu der Vorgabe des Landratsamtes, wonach der Landwirt, der in Mittelricht einen Milchviehlaufstall mit Güllelager errichten will, auf dem Güllelager eine Abdeckung anbringen muss. Ein anderer Bauherr darf in der Tyrolsberger Straße in Berngau eine landwirtschaftliche Mehrzweckhalle auf dem Platz errichten, von dem er zuvor das Vorgängergebäude beseitigt hat.

Netz in der gesamten Schule

Von der Grund- und Mittelschule Berngau berichtete Bürgermeister Thomas Meier, dass inzwischen WLAN im gesamten Schulgebäude verfügbar sei. In allen Räumen könne man über die Fenster lüften und alle Räume verfügten über CO2-Sensoren mit Filterung. Zudem habe man 60 iPads angeschafft für den Unterricht. Die meisten Kinder verfügten jedoch über eigene Geräte.

Zur Sanierung der Quellfassungen auf dem Buchberg für die Berngauer Wasserversorgung teilte er mit, man wollte mit den Arbeiten im November beginnen. Wegen eventueller Baumrodungen sei nun die untere Naturschutzbehörde eingeschaltet worden, so dass sich der Beginn in den Dezember verschiebt.

Den unteren Weiher in Röckersbühl, der saniert werden müsste, habe man inzwischen abgelassen und festgestellt, dass vor allem im vorderen Teil viel Sedimentablagerungen da sind. Auch das Ufer auf der nördlichen Seite zur Fahrbahn hin ist unterspült. Jetzt wird beraten, was man tun will.

Aufstiegshilfen bestellt

Für die Übergangszeit von Oktober bis Dezember habe man von der Abfallwirtschaft des Landratsamtes einen dritten Grüngutcontainer erhalten. Der Gemeinde entstehen dafür keine Kosten. Die von Gerhard Grad angeregten Container-Aufstiegshilfen zur leichteren Entsorgung des Grüngutes seien bestellt worden, sagte Meier und appellierte, große Fuhren Gartenabfälle und Baumschnittgut in Deponien (Neumarkt, Postbauer-Heng, Freystadt) abzuliefern, die extra Flächen dafür vorhalten.

Dann ging er noch auf die Anfrage von Matthias Braun ein, ob zur Finanzierung der Sanierung des Lukas-Anwesens ein Genossenschaftsmodell geeignet sei. Meier hat das mit den Fachleuten von "Bayern Grund", einer kommunalen Beratungsfirma, durchgerechnet. Festgestellt wurde, dass dies für Projekte wie das Lukas-Anwesen nicht geeignet ist. Die Firma empfiehlt eine Finanzierung über den laufenden Gemeindehaushalt.

ANNE SCHÖLL

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