Montag, 20.01.2020

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Neue Kita an der Sollngriesbacher Straße in Berching

Stadtrat gab grünes Licht - Es gibt staatliche Zuschüsse - 29.11.2019 10:07 Uhr

Bis vor zehn Jahren war hier im Erdgeschoss ein Supermarkt, seitdem stehen die Räume leer. Das wird sich ändern, wenn viele Mädchen und Buben einziehen - hier an der Sollngriesbacher Straße soll eine Kita entstehen. © Foto: Anton Karg


Architekt Michael Kienlein stellte im Stadtrat das Konzept vor. Das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag wurde erteilt.

Eine Kita mit zwei Kinderkrippen- und zwei Kindergartengruppen soll in das Gebäude Baujahr 1995 in der Sollngriesbacher Straße einziehen, im Obergeschoss sind ein Fitnessstudio und ein Architekturbüro eingemietet, in einem Teil des Erdgeschosses ist seit Anfang 2019 eine Allgemeinarztpraxis eingerichtet.

Insgesamt würden so 74 zusätzliche Plätze bei der Kinderbetreuung in Berching geschaffen. Außenspielflächen sollen direkt an die Gruppenräume anschließen. Die Förderanträge wurden fristgerecht bei der Regierung eingereicht und im Anschluss daran die Bauantragsunterlagen fertiggestellt. Wie Bürgermeister Ludwig Eisenreich den Stadträten erläuterte, wurde die Maßnahme mit Kosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro berechnet. Es gebe eine Förderzusage im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms der Regierung der Oberpfalz: Der Stadt Berching sei ein erhöhter Baukostenzuschuss in Höhe von 1,637 Millionen, also 63 Prozent der Kosten, bewilligt worden, so dass ein Eigenanteil von knapp einer Million Euro verbleibe.

Zu den Planungsleistungen wurden bisher die Leistungsphasen 1-4 beauftragt. Für die weitere Planung und die restlichen Leistungsphasen 5 - 9 muss ein Verfahren nach der Vergabeverordnung durchgeführt werden.

Diese weiteren Planungsleistungen sowie das gemeindliche Einvernehmen zu diesem Bauvorhaben wurden per Beschluss auf den Weg gebracht, nachdem Kienlein detailliert sein Konzept erläutert hatte.

Zuvor gab es Verständnisfragen und den Vorschlag, den Kindergarten doch neu "auf der grünen Wiese" zu bauen, etwa bei der Realschule. Dazu sagte Kämmerer Christian Rogoza, dass es von Vorteil sei, wenn das Planungskonzept schnell umgesetzt wird. Er erinnerte auch an den nicht unerheblichen Baukostenzuschuss seitens der Regierung.

"Tote Hose"

Weiter ging es um das "Gigabit-Pilotprogramm", um die Berichtigung des Beschlusses vom 25. September. Nun erfolgte der Spatenstich in Berching/Breitenfurt (siehe eigenen Bericht). Weiter wurde beschlossen, sich beim Mobilfunkausbauprogramm der Deutschen Telekom "Wir jagen Funklöcher" zu bewerben.

Ernersdorf, Grubach, Pollanten und auch Winterzhofen werden nach Inbetriebnahme der Funkzelle nahe Grubach über schnelles 5G-Handynetz verfügen. Bisher herrscht etwa in Ernersdorf "tote Hose".

Deutlich zu spüren war bei dieser Zusammenkunft der Räte, dass Wahlkampfzeit ist. Denn selten war bei den Stadtratssitzungen so eifrig diskutiert werden wie bei dieser.

ANTON KARG

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