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Neuer Wertstoffhof in Neumarkt schont den Rücken

Deponie am Blomenhof wurde um einen großzügigen Anlieferbereich erweitert - 05.12.2019 14:00 Uhr

Das Kernstück der Wertstoffhof-Erweiterung: Die Anlieferer fahren im Bogen in die neue, offene Halle ein, stellen ihr Fahrzeug direkt vorne an der Betonbrüstung ab und werfen den Wertstoff über diese in die tiefer stehenden Container (links). Im neuen Gebäude rechts kommt die Anlieferung für Elektro-Altgeräte unter. © Foto: Hubert Bösl


Staus und lange Wartezeiten am Blomenhof sollen ab Februar, spätestens ab März der Vergangenheit angehören. Denn an manchen Tagen rollen vom Berliner Ring bis zu 300 Fahrzeuge mit Grüngut und Wertstoffen an, was besonders zu den Stoßzeiten – Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag – die Nerven der Anlieferer und des Deponie-Personals strapazieren kann. "Das wird sich gewaltig ändern", versprach der Landrat.

Rund 2,6 Millionen Euro hat der Landkreis in die Erweiterung und Verbesserung des Wertstoffhofs gesteckt. Und überdies musste er in der dreijährigen Planungsphase einige baurechtliche Hürden überwinden. Seit dem Frühjahr sind die Handwerker nun am Werk – bei laufendem Deponie-Betrieb.

Langer Vorlauf, kurzer Sinn: "Bereits jetzt können wir deutlich sehen, dass wir einen sehr modernen und zukunftsfähigen Wertstoffhof erhalten", sagte Gailler und dankte den beteiligten Architekten, Ingenieuren, Firmen und Bauleuten vorab für die reife Leistung.

Übersichtlich angeordnet und kräfteschonend soll die Anlieferung in Zukunft sein. Die Container für die verschiedenen Wertstoffe befinden sich jenseits der Betonbrüstung auf Bodenniveau des Anlieferbereichs. Also braucht sich kein Bürger mehr den Rücken an schwerer Last zu verheben. Der Überstand des 1050 Quadratmeter großen Holzdachs sorgt dafür, dass auch die Container samt Inhalt stets trocken bleiben.

Neue Einfahrt an alter Ausfahrt

Garant für ein flüssigeres Einfahren ist ein neuer Zufahrtsweg. "Wir drehen ihn um: Die frühere Ausfahrt wird jetzt die Einfahrt", erklärte Stefan Meisinger vom Münchner Ingenieurbüro ia GmbH, das mit der Gesamtplanung und der Konzeption beauftragt wurde.

Dank der dann längeren Zufahrt und weil der stark nachgefragte Grüngut-Container an seinem bisherigen Standort im hinteren Bereich der Mülldeponie verbleibt, entzerrt sich die Anlieferkette – so der Plan.

Um insgesamt 3900 Quadratmeter wurde die Blomenhof-Deponie deshalb in südliche Richtung erweitert. Den Grund hat der Landkreis von der Stadt Neumarkt erworben.

Kein leichtes Unterfangen, daran erinnerte auch Oberbürgermeister Thomas Thumann. "Teile des Stadtrats hatten hier Wohnbebauung geplant." So musste für die Erweiterung des Wertstoffhofs erst noch der Bebauungsplan geändert werden.

Im März dieses Jahres konnten die Bauarbeiter endlich loslegen. Bis dato haben sie 23 000 Kubikmeter Erdreich bewegt, 1000 Kubikmeter Beton vergossen und insgesamt 800 Meter Kanäle und Rinnen installiert.

NICOLAS DAMM

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