Dienstag, 31.03.2020

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Neumarkter Stadtwerke gehen auf säumige Zahler zu

SWN luden zu rundem Tisch: Statt Sperrung lieber mehr Hilfestellung - 23.06.2018 09:47 Uhr

Symbolbild Stromzähler © Jan Woitas (dpa)


Stefan Hafner, Vertriebsleiter der SWN, stellte das Konzept vor. Säumige Kunden sollen verstärkt in Sachen Schuldenberatung aufgeklärt werden. Gleichzeitig wollen die SWN sich verpflichten, bei säumigen Kunden im äußersten Falle Kunden die Belieferung mit Strom oder Gas nicht ausgerechnet an einem Freitag zu sperren.

SWN-Geschäftsführer Dominique Kinzkofer ergänzte, gerade Migranten und sozial schwache Bürger wüssten zu wenig über Beratungsmöglichkeiten und Zuschüsse, die etwa die Arbeitsagentur leisten könne. Voraussetzung für effektive Hilfe sei aber, dass der Schuldner den beteiligten Stellen gestattet, mit seinen persönlichen Daten arbeiten zu dürfen. Das Konzept der SWN wurde von den Gesprächspartnern mit Interesse aufgenommen. Es soll in der nächsten Zeit weiterentwickelt werden.

Hafner erläuterte, dass die SWN kein Interesse daran hätten, säumige Privatkunden mit Mahnungen und Sperrungen unter Druck zu setzen. "Wir wollen den Menschen helfen. Niemand hat etwas davon, wenn am Ende unsere Forderung ausfällt und der Schaden anderweitig aufgefangen werden muss." Besser sei es, die säumigen Kunden früh zu kontaktieren. So analysieren die Stadtwerke Neumarkt in der Regel mit dem Kunden den Energieverbrauch. Eine Sperrung sei immer nur die allerletzte Möglichkeit nach mehreren Mahnstufen. Pro Jahr kommt es bei den SWN zu 260 meist sehr kurzzeitigen Sperrungen.

nn

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