Freitag, 28.02.2020

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Pavelsbacher sammelten Unterschriften für sicheren Schulweg

Liste zum Ausbau der Gehsteige wurde an Bürgermeister Kratzer übergeben - 29.01.2020 11:00 Uhr

Eine Unterschriftenliste mit 127 Einträgen wurde Bürgermeister Kratzer übergeben. Darin fordern die Pavelsbacher den Ausbau der Fußwege zur Sicherheit der Kinder.


Es gehe um die Sicherheit der Kinder, es seien Schulwege, waren die Argumente. Vor drei Jahren, fiel einem der Besucher auf, war die Situation noch eine ganz andere.

Da wollten die Anwohner keinen Fußweg. Damals wurden die Kosten auch noch auf die Anlieger umgelegt, meinte er zu wissen. Heute dagegen bezahle die Allgemeinheit dafür.

Raser in der Simonstraße

Das Thema der Gehwege muss jetzt durchgezogen werden, meinte ein anderer. Beim Bäcker lag eine Unterschriftenliste aus. Sie wurde mit 127 Einträgen an Bürgermeister Kratzer übergeben.

Dieser betonte, dass Bürgersteige auch Pflichten nach sich ziehen. Die generelle Problematik werde er dem Gemeinderat vorlegen, sie in die Haushaltsverhandlungen ein- und somit auf den Weg bringen.

Die Simonstraße war ein weiteres Thema des Abends. Eine Begrenzung auf 30 km/h wurde ins Spiel gebracht. "Autofahrer fahren hier wie die Wahnsinnigen." Oder "rechts vor links" war ein weiterer Vorschlag. "Nehmts euch an der eigenen Nase", meinte ein Bürger aus der Maximilianstraße. "Ich wohne seit 30 Jahren da und da schießen die Pavelsbacher, die jetzt so vehement 30 km/h for-dern, nur so vorbei."

Bürgermeister Kratzer fing die Diskussion wieder ein und erläuterte, was geht und was Wunschdenken ist. In Aussicht stellte er eine Verkehrsschau mit der Gemeinde, der Polizei und dem Landratsamt.

Kein Sitzplatz im Schulbus

Ein besorgter Vater erkundigte sich, ob es zulässig sei, dass Kinder im Schulbus keinen Sitzplatz haben. Generell nein, antwortete ihm Kratzer. Die Situation habe sich aber deutlich verbessert, seit die größeren Schulbusse fahren.

Eine längere Diskussion mit offenem Ausgang schloss sich über die Nutzung des Feuerwehrhauses und des Pfarrheimes an. Eigentumsverhältnisse wurden angeführt und Brandsicherheit sowie Barrierefrei-heit bemüht. Letztendlich liege es an den Vereinen, was sie wollen, meinte Kratzer. Eigentum sei besser als Miete, argumentierte eine Dame des OGV.

Dann meinte einer, dass das Feuerwehrhaus ja ein öffentliches Gebäude sei und somit einen Aufzug brauche. Und nicht nur das Pfarrheim. Als größten Fehlbau bezeichnete ein anderer das Pfarrheim mitten im Ort.

Gemeinsame Nutzung

Bürgermeister Kratzer hob gerade diesen Standort als Chance hervor ("andere Gemeinden beneiden uns um diesen Platzcharakter im Ortskern") und schilderte die Vorteile dieses Gebäudes für die Gemeinde.

Das Thema müsse sich erst einmal in den Köpfen setzen, meinte er schlichtend. Eine vergleichbare Situation mit einer öffentlichen Nutzung und der Nutzung durch Vereine im gleichen Gebäude funktioniere in Pyrbaum mit dem neu aufgebauten Bräustubn sehr gut. "Die sollten wir uns einmal anschauen und dann versuchen, möglichst alle Pavelsbacher Interessen ins Boot zu holen."

HELMUT STURM

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