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Schaf gerissen: War es der Wolf aus Hohenfels?

Eine Genanalyse soll Klarheit bringen - 21.02.2021 10:05 Uhr

Ein Wolf hat im Landkreis Amber-Sulzbach ein Schaf gerissen. 

28.02.2019 © Monika Skolimowska/ZB/dpa


Am Montag, 8. Februar, fand ein Wanderschäfer im Landkreis Amberg-Sulzbach eines seiner Tiere tot auf. Das Schaf hatte sich über Nacht abseits der von Herdenschutzhunden bewachten Herde und außerhalb des Schutzzaunes aufgehalten.

Ein Experte des Netzwerks Große Beutegreifer hat die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen. Die Ergebnisse der Genanalyse bestätigen einen Wolf als Verursacher.

Möglicherweise handelt es sich bei dem Tier um den Wolf, der auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels lebte. Das Tier war vor einigen Wochen verschwunden. Experten vermuteten, dass der junge Rüde zur Paarung nach Franken gewandert war. 

Ein anderer Wolf hatte einen ähnlichen Weg genommen, bevor er das Rudel in Grafenwöhr gründete. Vielleicht ist der Jung-Wolf aus Hohenfels auf Brautschau auch überfahren worden.  Das Ergebnis der  Genanalyse eines überfahrenen Tieres steht noch aus. 

Der Schafsriss bei Amberg lässt es möglich erscheinen, dass das Tier sich noch in der Region aufhält.   Eine weitergehende Analyse des gewonnenen Genmaterials soll Aufschluss über Geschlecht und mögliche Herkunft des Tieres bringen.

Freistaat fördert den Herdenschutz

Nutztierhalter, deren Weiden im Umfeld von Gebieten mit standorttreuen Wölfen oder Ereignisgebieten liegen, können sich Herdenschutzmaßnahmen fördern lassen. Anträge können bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gestellt werden.

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Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, können durch den Ausgleichsfonds Große Beutegreifer kompensiert werden. Weitere Informationen dazu bietet das Internetangebot des Bayerischen Landesamts für Umwelt.

Kontakt: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Fachstelle Große Beutegreifer, Telefon (0 92 81) 18 00-46 40, E-Mail: fachstelle-gb@lfu.bayern.de.

nn

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