Dienstag, 12.11.2019

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Schulen, Kitas und weitere Projekte in Freystadt

In der Kommune stehen Bürgerversammlungen an. Bei der ersten gab der Bürgermeister einen Überblick - 16.10.2019 12:30 Uhr

Am Mensa- und Verwaltungstrakt der Martinischule in Freystadt wird mit Hochdruck gearbeitet. Seit Sommer 2018 werden sechs Schulklassen in Containern unterrichtet. © Foto: Anne Schöll


Derzeit gibt es mit dem Umbau und der Erweiterung der Martinischule, den Neubauten der Kita in Möning und der evangelischen Kita in Freystadt drei Großprojekte.

Die Generalsanierung der Martini-Schule habe im Sommer 2018 begonnen. Sechs Schulklassen werden seither in Containern unterrichtet. Im Juni 2019 habe man am ersten Bauabschnitt Richtfest gefeiert. Nächstes Frühjahr geht der Betrieb los.

Der zweite Bauabschnitt begann im Sommer und soll im Sommer 2021 fertig werden. Die ursprünglich errechneten Gesamtkosten von 21,4 Millionen Euro sind bis dato auf 26 Millionen Euro gestiegen. Alexander Dorr begründete das mit Preissteigerungen im Baugewerbe und zusätzlichen Kosten für die Detailplanungen.

Er fuhr fort: "Für den Neubau der Kita in Möning ist kürzlich der offizielle Spatenstich erfolgt." Die Fertigstellung ist bis Ende 2020 vorgesehen. Es wird ein Ersatzneubau mit zwei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen (für Kinder zwischen einem und drei Jahren).

Die steigende Nachfrage nach Krippenplätzen habe mit dem bestehenden zweigruppigen Kindergarten nicht abgedeckt werden können, so Dorr. Zu den knapp fünf Millionen Euro an Gesamtkosten ist ein Zuschuss von 1,58 Millionen Euro zugesagt.

Vorerst noch in Containern

Die evangelische Kita an der Appianistraße in Freystadt mit je zwei Gruppen ist bereits seit einem Jahr in Betrieb und in Containern untergebracht. Der Neubau soll dort im Frühjahr beginnen. Nach der Fertigstellung werden die Container zurückgebaut und das Areal als Garten dem Neubau angegliedert.

Entstehen werden drei Krippengruppen für je zwölf unter Dreijährige und zwei Kindergartengruppen mit je 25 Plätzen für über Dreijährige. Zu den Kosten von insgesamt 5,8 Millionen Euro gibt es 2,56 Millionen Euro an Zuschüssen.

Insgesamt werden in den fünf Kitas (zwei in Freystadt, je eine in Thannhausen, Sulzkirchen und Möning) 361 Kinder betreut. 60 Krippenplätze sind vorhanden, die kommendes Jahr mit den Neubauten um 36 erweitert werden.

Weiter ging es mit der Grundschule Burggriesbach. Sie erhält eine neue Kreativwerkstatt. Die aktuelle ist in einem, nun baufällig gewordenen, Bauwagen untergebracht. Die neue wird ein gedämmtes, 25 Quadratmeter großes Holzgebäude mit begrünbarem Flachdach. Kostenpunkt: 48 000 Euro. Zudem will die Kommune am Schulgebäude selbst einige Sanierungen durchführen.

Derzeit werden an den beiden Schulen im Gemeindebereich 488 Schüler in 23 Klassen unterrichtet.

Auch für die Senioren gibt es Platz: Im Freystädter Seniorenzentrum stehen 89 Plätze zur Verfügung, sagte Dorr. Aktuell könnten jedoch nicht alle belegt werden, da, wie in vielen Einrichtungen deutschlandweit, Personal fehlt. Der Gebäudeunterhalt sei in städtischer Zuständigkeit.

Bauverwaltung zieht um

Außerdem wurde noch ein Umzug bekannt gegeben: Weil der Platz im Rathaus begrenzt ist, wird die Bauverwaltung ins Erdgeschoss der ehemaligen Knabenschule ausgelagert. Die Umbaumaßnahmen dauern noch bis Ende Oktober.

Apropos Bauen: Die Ausweisung von Baugebieten war ein Thema, das der Bürgermeister ebenfalls ansprach. So soll in Möning an der Freystädter Straße in der nächsten Sitzung ein neues Areal auf den Weg gebracht werden. In Mörsdorf könnte gegenüber dem Sportplatz eines entstehen und in Forchheim eines zwischen der Ohausener Straße und dem Friedhof, für das im November der Aufstellungsbeschluss gefasst werden soll.

Auch für Aßlschwang, Rohr und Thannhausen gebe es Nachfragen, so der Bürgermeister. Der Grunderwerb werde jedoch immer schwieriger.

Im Gewerbegebiet Rettelloh sind alle Plätze verkauft. Nachfrage nach Gewerbegrund bestehe dennoch, deshalb werde er mit Grundstücksbesitzern zum Ankauf weiterer Flächen verhandeln.

Mit der Ortsumgehung Rohr wird es zügig weitergehen, hatte Verkehrsminister Hans Reichart bei einem Ortstermin im August versprochen. Derzeit liegt der Plan bei der zuständigen Behörde zur haushaltsrechtlichen Genehmigung.

Am Freystädter Naturbad sollen einige Umgestaltungen vorgenommen werden. Ziel sei es, dass bis zum Beginn der nächsten Badesaison der Kleinkinderbereich fertig ist. Im Mörsdorfer Freibad sind ebenfalls einige Sanierungen notwendig. Vor allem die Technik muss erneuert werden. Kostenpunkt: 150 000 Euro.

 

FREYSTADT. VON ANNE SCHÖLL

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