Montag, 16.12.2019

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Stadtrat stimmt zu: Velburger zahlen auch den Wasser-Cent

Damit soll der Trinkwasserschutz im Gewinnungsgebiet vorangebracht werden - 16.11.2019 11:20 Uhr

Symbolbild


Zu Beginn der Sitzung stelle Bürgermeister Bernhard Kraus mit Franz Lautenschlager aus Oberwiesenacker einen neuen Mitarbeiter im städtischen Bauhof vor.

Trinkwasser schützen

Zum Tagesordnungspunkt Trinkwasserschutz war Franz Herrler von der Kooperation Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura ins Rathaus gekommen. Der gehören neben der Regensburger Energie- und Wasserversorgungs AG (Rewag) die Stadtwerke Burglengenfeld, die Städte Maxhütte-Haidhof und Velburg, der Markt Regenstauf sowie die Wasserzweckverbände Jachenhausen, Eichlberger Gruppe, Hohenschambach, Laber-Naab, Naab-Donau-Regen, Viehausen-Bergmattinger Gruppe und Wenzenbach an. Mehr als 20 Millionen Kubikmeter Trinkwasser werden im Bereich dieser zwölf Kooperations-Mitglieder gefördert. Damit werden circa 300 000 Menschen in den Landkreisen Neumarkt, Regensburg und Schwandorf versorgt.

Infos zum Schutz

Herrler sagte der Trinkwasserschutz stehe in enger Beziehung mit der landwirtschaftlichen Nutzung in den Wassergewinnungsgebieten. Aufgrund der sich stark veränderten Herausforderungen wie längere Trockenzeiten, Starkregen, Pestizid- und Stickstoffeinsatz wolle die Regierung der Oberpfalz die Kompetenzen der Kooperation Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura mit den staatlichen Stellen bündeln.

Bernhard Kraus stellte mit Franz Lautenschlager den neuen Mitarbeiter vor. © Foto: Werner Sturm


Neben der Regierung sollten die beiden Öko-Modellregionen Regensburg und Neumarkt, der Wasserpakt Bayern und das Fachzentrum für Agrarökologie für die Projektumsetzung gewonnen werden. "Im Ergebnis sollen konkrete Maßnahmen für einen verbesserten Grundwasserschutz im Einklang mit den praktizierenden Landwirten erarbeitet und umgesetzt werden", so Herrler. Bei einem Wassercent von zehnt Cent pro Kubikmeter stünden jedes Jahr rund zwei Millionen Euro für solche Maßnahmen zur Verfügung.

Es wurde beschlossen, dass die Stadt Velburg dieser Vorgehensweise unter folgenden Voraussetzungen zustimmt: Der Wassercent zur Finanzierung diverser Projekte beträgt maximal zehn Cent des geförderten Rohwassers, alle zwölf Mitglieder müssen sich am Projekt beteiligen, die Laufzeit beträgt maximal fünf Jahre, für die endgültige Beteiligung müssen konkrete Maßnahmen und Maßnahmen-Gebiete bekannt sein.

WERNER STURM

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