19°

Dienstag, 23.07.2019

|

zum Thema

Stimmungsvoll: Narren feiern ausgiebig beim Chinesenfasching

Sonne Satt - Zum Umzug am Unsinnigen Donnerstag kamen 15.000 Besucher - 28.02.2019 20:12 Uhr

Bilderstrecke zum Thema

Unsinn in Dietfurt: Die Narren waren zum Chinesenfasching 2019 wieder los

Tausende Besucher säumten am Unsinnigen Donnerstag die Straßen in Dietfurt. Beim Chinesenfasching waren die Närrinnen und Narren wieder in kräftiger Feierlaune. Unter dem Motto "Kille-Wau und Fu-Gao-Di - nach Bayrisch China muss ma hie!" zogen die Besucher aus ganz Bayern wieder los - ob als Hexen, Indianer oder Clowns.


Was läge näher als Kaiserwetter am Tag des Kaisers? Die Sonne strahlte über Dietfurt, frühlingshafte Temperaturen lockten Tausende Besucher auf die Straßen. Aus der ganzen Region strömten die Narren auch heuer wieder in die Stadt an der Altmühl, die sich für einen Tag lang in ein Reich der Mitte verwandelte. 

Kaiser Fu-Gao-Di, mit bürgerlichem Namen Manfred Koller, "regiert" sein bayrisch-chinesisches Reich seit Fasching 2016. Er freute sich, in diesem Jahr zahlreiche Ehrengäste begrüßen zu können - allen voran den extra aus München angereisten Generalkonsul der Volksrepublik China Zhang Yue. Gemeinsam mit der Dietfurter Bürgermeisterin Carolin Braun und Landrat Willibald Gailler verfolgte der Konsul das wilde Treiben von der Ehrentribüne aus. 


Der Live-Ticker zum Chinesenfasching!


45 Gruppen zogen beim Faschingszug durch die Stadt, um dem Kaiser die Ehre zu erweisen. Von Indianerstämmen, Piraten und wilden Tieren über mehr oder weniger bösartige Hexen bis zu Drachen, bunten Paradiesvögeln und Clowns waren allerhand verschiedene Kostümideen dabei. Und natürlich durften auch die kaiserliche Garde, ein großer lachender Buddha samt Mönchen und einer Gruppe mit aufwendig gestalteten chinesischen Lampions nicht fehlen.

Der Chinesenfasching ist eine Tradition in Dietfurt an der Altmühl. Schon 1928 verkleideten sich dort die ersten Dietfurter als Chinesen. Zurück geht dieser Brauch auf eine Anekdote: Der Bischof von Eichstätt schickte eins seinen Kämmerer nach Dietfurt, der dort Abgaben eintreiben sollte. Die Dietfurter ließen ihn jedoch vor der Stadmauer stehen - woraufhin sich der Kämmerer beklagte, sie machten es "wie die Chinesen". So hatten die Dietfurter einen Spitznamen weg, der bis heute in der Faschingstradition nachwirkt.

 

Maria Segat Nürnberger Nachrichten E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Dietfurt