Montag, 21.10.2019

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Tattoo-Expo in Neumarkt: Bilder, die unter die Haut gehen

Tätowierungen sind salonfähig geworden - Einblick in besondere Szene - 15.09.2019 19:15 Uhr

Walter Mattischeck hat die beiden Models Liza und Anna-Lena mit Farbe bekleidet – der Body-Painter zeigte seine Kunst in Neumarkt. © Helmut Sturm


Beim Outfit der Besucher und Kunden herrscht die Farbe schwarz vor. Es wird nicht nur geschaut, die über 40 Aussteller in der Sporthalle der Mittelschule West stechen mit ihren "Spritz-Stechmaschinen" nach eingehender Beratung, nach Kundenwunsch.

Die Zeit der Schwarz-Malerei ist lange vorbei. 25 Prozent der Bundesbürger sind heute tätowiert, sagt Wozniak. "Es dauert nicht mehr lange, dann darf auch der Sparkassen-Mitarbeiter sein Tattoo nach außen hin zeigen." Den Durchbruch in die bürgerliche Gesellschaft brachte vor 20 Jahren das sogenannte "Arschgeweih". In einer etwas filigraneren Ausführung wird es auch heute wieder gerne gestochen. Die Masse der über 20 Millionen tätowierten Bundesbürger sind zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Perfekte Farbverläufe

Gefragt ist nach wie vor das kleine, dezente Tattoo an einer privilegierten Stelle, aber besonders im Kommen sind die großflächig gestochene Kunstwerke am Körper mit perfekten Farbverläufen und in einer unglaublichen 3D-Optik. Die Tattoos werden malerischer. Wahre Künstler auf diesem Gebiet waren auf der Tattoo Expo in Neumarkt vor Ort. Die großen Meister ihres Fachs kommen ausschließlich aus Osteuropa und besonders aus Russland. "Sie sind unübertroffen."

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Nackte Tatsachen, Totenköpfe und schwungvoller Pole-Dance wurde den Besuchern der Neumarkter Tatoo-Expo geboten. Vor Ort wurde nicht nur mit der Nadel gestochen, auch ein Bodypainter legte bei zwei Models Hand an und sorgte für Körperkunst auf allen Stellen.


Günther Goller aus Postbauer-Heng spielte für die Besucher Live-Musik auf der Bühne und Steffi vom Studio Balance zeigte an der Stange, wie federleicht und ästhetisch schön anzusehen es ist, wenn sie augenscheinlich die physikalischen Gesetze der Erdanziehung an der Stange außer Kraft setzt.

Fast sechs Stunden dauerte es, bis Walter Mattischeck Liza und Anna-Lena von Kopf bis Fuß angezogen hatte. Der Bodypainter brauchte dazu nur seine Pistole (Airbrush), kleine Pinselchen und ein paar Schwämmchen zum Wischen – fertig war das Kunstwerk auf den makellosen Körpern der jungen Damen.

"Für das Gewerbe und die Kunden wäre es von großem Nutzen, wenn nicht Jedermann ein Tattoo-Studio eröffnen könnte", meinte der Ver-anstalter abschließend. "Die Ansprüche an die Hygiene und die Verwendung von geeigneten Farbmitteln sind hoch und werden gegenwärtig nicht von allen Studios erreicht."

HELMUT STURM

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