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Freitag, 26.04.2019

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THW Neumarkt schaufelt Schnee in Reit im Winkl

15 Einsatzkräfte aus Neumarkt befreien das ganze Wochenende über die Dächer von der Last - 12.01.2019 06:00 Uhr

Ein Helfer befreit in Österreich ein Dach von der Schneelast. Auch im südlichen Bayern ist die Wetterlage weiter angespannt. Kräfte aus ganz Bayern machten sich gestern auf den Weg ins Katastrophengebiet. 15 Mitglieder der THW Neumarkt sind in Reit im Winkl im Einsatz. © Foto: Helmut Fohringer/APA/dpa


Auch im Raum Berchtesgaden geht der Kampf gegen die meterhohe Schneewände weiter. Die Straßen waren am Freitag großenteils freigeräumt – die Sorge galt danach den Dächern. Mehr als 450 Gebäude seien bedroht, bisher seien knapp 100 bereits von der Last befreit, teilten die Einsatzbehörden am Freitag mit.

Etwa 800 Kräfte von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk, Feuerwehr und anderen Organisationen sind im Einsatz. Der Schnee lag bis zu zwei Metern auf den Dächern.

Und nicht nur auf den Dächern. "Wir haben hier 2,20 Meter hohe, aus dem Schnee gefräßte Wände um uns", berichtete Benedikt Aurbach gestern Mittag übers Handy aus Reit im Winkl. Der Ortsbeauftragte des THW Neumarkt hatte sich gemeinsam mit 14 Kameradinnen und Kameraden um 1 Uhr nachts in zwei Lkw geschwungen. In Neumarkt schlossen sich ihnen noch THWler aus Amberg und Schwandorf an. "Um 6 Uhr waren wir dann an unserem Einsatzort."

Während in ihrer Heimat schon die Flocken wild wirbelten, herrschte in Reit im Winkl kurioserweise Sonnenschein. "Wir müssen das Zeitfenster nutzen, um Dächer von der Schneelast zu befreien und Hydranten freizulegen", sagte Aurbach. "Denn am Abend soll es wieder beginnen zu schneien; am Wochenende wird ein weiterer Meter Neuschnee erwartet."

Bis Sonntag sei seine Truppe "gebucht", so der Neumarkter Ortsgruppenleiter. Auf den Dächern seien die Helfer penibel gesichert, zum Teil mit Kränen.  

nd/dpa

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