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Treffpunkt für die Berchinger

Kulturamtsleiter Hans Rosenbeck für eine Verlagerung der Stadtbücherei ins Sparkassengebäude - 29.05.2020 09:26 Uhr

Im Patrizierhaus an der Ecke Pettenkoferplatz/Schulstraße, das im Erdgeschoss die Filiale der Sparkasse beherbergt, könnte auch die Berchinger Stadtbücherei unterkommen. Und vielleicht noch eine Art Bürgersaal. © Foto: Anton Karg


Der Stadtrat des Demokratischen Forums (DF) schlug vor, die Stadtbücherei im Obergeschoss der Sparkasse am Pettenkoferplatz umzusiedeln. Das Gremium um Bürgermeister Ludwig Eisenreich befand den Vorschlag für gut, zumal Hans Rosenbeck von der Abteilung "Kultur, Jugend, Tourismus" und der Schule der Dorf- und Landentwicklung eine positive Stellungnahme abgegeben hat.

Bevor aber ein endgültiger Beschluss erfolgt, muss die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung mit dem Eigentümer Vertragsverhandlungen führen bezüglich des Mietpreises und der Laufzeit (mindestens 15 Jahre). Außerdem müsse der Verpächter auf eigene Kosten einen Personenaufzug wegen der Barrierefreiheit einbauen und ein Gutachten bezüglich Brandschutz erstellen lassen.

In seiner zweiseitigen Expertise beschrieb Rosenbeck, was in dem Spitalgebäude allein aus Platzbedarf nicht ermöglicht werden könne. Er sprach sich deutlich für die "Option Sparkassengebäude" aus. Im Obergeschoss stünden Räumlichkeiten mit einer Gesamtfläche von etwa 400 Quadratmetern zur Verfügung. Die Fläche untergliedert sich in zwei Teilbereiche: Haupthaus (rund 275 Quadratmetern) und Nebengebäude (125 Quadratmetern). Beide Teilbereiche werden durch ein gemeinsames Treppenhaus erschlossen.

"Optimale Bedingungen"

Der Zugang in die beiden Teilbereiche ist getrennt möglich. Vom Eigentümer wurde der Einbau eines Personenaufzugs zugesagt. "Für eine Nutzung als Bücherei bietet das Sparkassengebäude optimale Bedingungen", schreibt Rosenbeck. Der Medienbestand könne im Haupthaus problemlos aufgestellt werden. "Die Raumsituation eröffnet die Möglichkeit, dass in diesem Bereich auch Leseecken, Lernbereiche, Zonen zur Mediennutzung, Lagerflächen und ein Büro integriert werden."

Mit dem geplanten Aufzug wäre ein barrierefreier Zugang vorhanden. Im Nebengebäude seien die WCs untergebracht. Außerdem gebe es dort einen Lagerraum, einen Sozialraum und einen großen Mehrzweckraum. Die Mitnutzung der WCs sei für den Bibliotheksbetrieb zwingend erforderlich. Die weiteren Räumlichkeiten (Lagerraum, Sozialraum und Mehrzweckraum) seien für den Bibliotheksbetrieb nicht unbedingt erforderlich. "Sie eröffnen jedoch die Möglichkeit, dass komplette Schulklassen die Bücherei besuchen können. Auch andere kulturelle Veranstaltungen und Lesungen könnten hier stattfinden."

In seiner Schlussbetrachtung führt Rosenbeck aus, dass sich mit der Nutzung der Räumlichkeiten zugleich eine Zusatznutzung des ebenfalls im Obergeschoss befindlichen Mehrzweckraums als "Bürgersaal" und multifunktionalen Veranstaltungsraum ermögliche. Im Stadtkern von Berching könne so ein attraktives kulturelles und soziales Zentrum geschaffen werden. "Anders als in zahlreichen Ortsteilen gibt es hier bislang kein Bürgerhaus als sozialen Treffpunkt." Dieser sei für Stadtbewohner fußläufig erreichbar.

Für Besucher aus den Ortsteilen seien Parkplätze in Umfeld und im Nahbereich ausreichend vorhanden. Der Zugang ist barrierefrei möglich. "Bücherei und Sozialer Treffpunkt/ Bürgersaal an dieser Stelle tragen auch zur Innenstadtbelebung bei, wie das im ISEK gewünscht ist. Dieses Zentrum wäre somit ein bedeutender Baustein für eine familienfreundliche Gemeinde, die Berching gerne sein möchte."

ANTON KARG

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