Kripo im Einsatz

Über 150 Einsatzkräfte filzen Regensburger Disko auf Drogen - und werden fündig

nn/wof

11.6.2022, 14:13 Uhr
ARCHIV - SYMBOLBILD - Ein Mann raucht am 30.11.2006 in Würzburg (Bayern) einen Joint mit Marihuana. Am 21.01.2016 will der Bayerische Verfassungsgerichtshof sein Urteil zum Volksbegehren verkünden, das auf die Legalisierung von Haschisch und Marihuana in Bayern abzielt. Foto: Daniel Karmann/dpa (zu dpa «Legalisierung von Haschisch und Marihuana in Bayern» vom 17.01.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

© Daniel Karmann, NN ARCHIV - SYMBOLBILD - Ein Mann raucht am 30.11.2006 in Würzburg (Bayern) einen Joint mit Marihuana. Am 21.01.2016 will der Bayerische Verfassungsgerichtshof sein Urteil zum Volksbegehren verkünden, das auf die Legalisierung von Haschisch und Marihuana in Bayern abzielt. Foto: Daniel Karmann/dpa (zu dpa «Legalisierung von Haschisch und Marihuana in Bayern» vom 17.01.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Nach eigenen Ermittlungen und aufgrund diverser Berichte in sozialen Medien schritten die Polizisten zur Tat: Sie hatten einen Regensburger Szeneclub als Hotspot für den Verbrauch und Handel mit Betäubungsmitteln ausgemacht.

In der Nacht auf Samstag rückten die Beamten, unterstützt von spezialisierten Ermittlungsbeamten zur Bekämpfung der Betäubungsmittel- und Beschaffungskriminalität, Unterstützungskräften der Zentralen Ergänzungsdienste des Polizeipräsidiums Oberpfalz und Fachkräften der Bereitschaftspolizei an. Mehrere Durchsuchungsbeschlüsse wurden vollzogen sowie mehrere Personen kontrolliert und festgenommen.

Auch Hunde im Einsatz

Neben über 150 Einsatzkräften waren auch mehrere auf das Auffinden von Rauschgift spezialisierte Diensthunde im Einsatz.

Die Aktion stieg im Rahmen des „Projekts Sichere Altstadt“, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg, der Staatsanwaltschaft Regensburg und der Polizei fortlaufend erfolgreich betrieben wird, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Es fanden bereits ähnliche Kontrollen und Maßnahmen statt.

Mehrere Festnahmen

Gegen 0.30 Uhr erfolgte der Schlag gegen die Rauschgiftszene. Mehrerer Personen, die in Verdacht stehen, Handel mit Betäubungsmitteln in und im Umfeld der Regensburger Diskothek betrieben oder solches besessen zu haben, wurden festgenommen. Außerdem konnte eine Vielzahl weiterer Gäste in dem Nachtlokal und im Umfeld kontrolliert werden. Dabei wurden unter anderem illegale Betäubungsmittel und Utensilien gefunden. 25 Strafverfahren gegen Gäste und Betreiber sind nun anhängig.

Zeitgleich und im Anschluss erfolgten vier Wohnungsdurchsuchungen im Regensburger Raum. Die Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der strafprozessualen und polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Zeichen setzen

Die Polizeiinspektion Regensburg Süd und die Staatsanwaltschaft Regensburg wollen, heißt es, mit der Aktion ein deutliches Zeichen gegen den Rauschgifthandel und den Konsum illegaler Drogen in und um Regensburg setzen und würden auch künftig offensiv mit weiteren Maßnahmen im Bereich der Drogenszene ermitteln.


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