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15. Juli 1970: Frisches Grün soll die alten Sünden tilgen

Entwicklung vom Urland zur gefährdeten Landschaft - 15.07.2020 07:00 Uhr

Bei Adam und Eva von Albrecht Dürer beginnt die Ausstellung "Nürnberg baut". Bauchef Görl (links) und Polizeipräsident Herold freuen sich über die Idee.

© Contino


In der Eingangshalle des WoIff‘schen Rathauses sehen deshalb die Besucher beginnend bei Adam und Eva (natürlich von Dürer), welche Sünden sich der Mensch im Laufe der Entwicklung an der Natur geleistet hat und welche Anstrengungen er unternimmt, um zu einer neuen Einheit von Wohnen, Verkehr und Grün zu gelangen.

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Die zur Bundesgartenschau 1967 in Karlsruhe entworfene Ausstellung bildet den Grundstock, um zu zeigen, wie der Mensch vom Jäger über den Bauern und Handwerker zum Arbeiter und Techniker wurde, wie parallel dazu aus der Höhle das Dorf, die Stadt und die Großstadt wuchs und das Land immer mehr zurückgedrängt wurde. Geschickt hineinkomponiert wurden die Vorhaben, die Nürnberg auf dem Sektor „Grün- und Erholungsflächen“ verwirklicht hat oder plant, insbesondere, was die Gestaltung der Naherholungsgebiete betrifft: Sebalder Reichswald, Rednitztal, Wöhrder See, Volkspark Marienberg und Westpark. Eine Bildwerferanlage vermittelt einen Querschnitt von den Grünanlagen und Erholungseinrichtungen, die in Nürnberg für die Bevölkerung geschaffen und gepflegt werden.

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Das Fazit: dem Menschen muß es gelingen, seine verseuchte und verpestete Umwelt zu retten. Baureferent Otto Peter Görl, der die Ausstellung – an Werktagen von 8 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr und sonntags von 10 bis 13 Uhr geöffnet – freigab, ist optimistisch: „Wer Steine vom Mond herunterholen kann, wird auch diese Aufgabe lösen.“ 

K.E.

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