16. April 1967: Mit Blick aufs Knoblauchsland

16.4.2017, 07:00 Uhr

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Die Wohnbau Nürnberg stellte gestern ihre Wohnanlage am Volkspark Marienberg vor, zu der 231 Eigenheime verschiedener Typen, 694 Miet- und Eigentumswohnungen sowie ein Ladenzentrum an der Ecke Marienberg-/Ziegelsteinstraße gehören. Der Stadtrat hatte die Pläne für diese große Siedlung gebilligt.

Im Frühsommer wird auf dem 150.000 Quadratmeter großen Gelände der erste Spatenstich getan. Die ersten Häuser sollen noch heuer, die ganze Siedlung, die ohne Erschließung 55 Millionen Mark kostet, in drei Jahren vollendet sein.

"Sportliche" Nachbarschaft

Tennis- und Sportplätze, die Radrennbahn, der Reitstall Marienberg und das Frankenbad bilden die „sportliche“ Nachbarschaft der neuen Bauten, die von der Wohnbau Nürnberg zusammen mit Professor Gerhard G. Dittrich und dem Stadtplanungsamt projektiert worden ist.

Dennoch leben die Menschen, die einmal dorthin ziehen werden, nicht abseits im Grünen, sondern in nächster Nähe wichtiger Verkehrsadern. Zu den Autobahnen nach München, Berlin und Frankfurt führt nur ein Katzensprung, entlang der Südseite des Geländes verläuft die Marienbergstraße, zusammen mit dem Bierweg eine wichtige innerstädtische Ost-West-Achse. Und zur Straßenbahn-Endhaltestelle Ziegelstein sind es nur ein paar Schritte.

Mit Café und Tankstelle

Die Anlage, die wegen der erwarteten neuen Bestimmungen über Lärmschutzzonen an Flughäfen lebhafte Diskussionen ausgelöst und vieler Überlegungen bedurft hatte, bildet mit drei- und fünfgeschossigen Häusern an der Südseite, mit den dahinterliegenden Familienheimen und mit dem achtgeschossigen Ladenzentrum als dem städtebaulichen Schwerpunkt zwar ein geschlossenes, aber doch vielfältig gegliedertes Ganzes mit Einrichtungen, die heute nicht mehr wegzudenken sind.

So wird der Ladenblock mit 1.500 Quadratmetern Nutzfläche Geschäfte beherbergen, die jeden Tag gebraucht werden. Es entstehen ein Café und eine Tankstelle sowie an der Rückfront ein gärtnerisch gestalteter Innenhof. Selbstverständlich hat die Wohnbau Nürnberg auch an Spielplätze für die Kinder gedacht und überlegt, wie die Autos untergebracht werden können. In der Anlage, die durch eine Ringstraße erschlossen wird, sind Garagenhöfe über der Erde und 468 Stellplätze „im Keller“ vorgesehen.

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