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20. Mai 1969: "Gehilfe der Stadt"

Alle Festredner würdigten die 50jährige Arbeit des Siedlungswerkes - 20.05.2019 08:05 Uhr

Architekt Adolf Dunkel erläutert den Festgästen die Wohnanlage Reichelsdorf und das herrliche Panorama, das man von drei vierzehngeschossigen Hochhäusern genießen kann. © Ranke


Der Sprecher des Verbandes Bayerischer Wohnungsunternehmer, Diplomkaufmann Hunger, ging in seiner Würdigung noch einen Schritt weiter. „Bayern wird in der Wohnungspolitik von Franken regiert“, stellte er fest und stieß mit solchen schönen Worten bei den Festgästen verständlicherweise auf keinen Widerspruch.

Fünfzig Jahre Siedlungswerk – wir haben seinen Werdegang schon geschildert –, das sind fünf Jahrzehnte Kampf um soziale Wohnungen für die Bürger dieser Stadt. Wie erfolgreich ihn das „Geburtstagskind“ geführt hat, beweist vor allem die Bebauung des ehemaligen Ludwigsfeldes zwischen der Regensburger und Zerzabelshofstraße (1955-1962), wo erst einmal bewohnte Sanitätsbaracken aus dem ersten Weltkrieg beseitigt werden mußten, beweisen 781 Kaufeigenheime und 2.660 Mietwohnungen für über 14.000 Menschen, die von dem Siedlungswerk seit seiner Gründung 1919 insgesamt errichtet worden sind.

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Verwaltungsratsmitglied Dr. Emil Knöringer vom bayerischen Staatsministerium der Finanzen verlas daher auch mit berechtigtem Stolz ein Scheiben von Bun-deswohnungsbauminister Dr. Lauritz Lauritzen, das der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft einen entscheidenden Anteil am Wiederaufbau bescheinigte, „und sie wird auch künftig große Aufgaben zu bewältigen haben“.

Dr. Knöringer würdigte die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Staat und Stadt, „die nie durch eine Auseinandersetzung getrübt wurde“, und mahnte Banken und Sparkassen, den Geldsäckel für das Siedlungswerk weit offenzuhalten. Auch Dr. Urschlechter betonte die fünfzigjährige Gemeinschaft zwischen Stadt und Staat, verkniff sich aber einen kleinen Seitenhieb nach München nicht: „Sie müßte ein Beispiel für andere Fragen in schulischen und anderen Bereichen sein!“

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Diplomkaufmann Hunger setzte den Schlußstrich unter die schlichte Feier im Verwaltungsgebäude am Heroldsberger Weg. „Es wurde ein wertvoller Beitrag zur Beseitigung der Wohnungsnot geleistet“, applaudierte er dem Siedlungswerk und überreichte einem der Geschäftsleiter, Oberamtsrat Konrad Haselbacher, den Ehrenbrief des Verbandes Bayerischer Wohnungsunternehmen. Bei der Rundfahrt überzeugten sich die Festgäste, daß die Auszeichnung zu Recht vergeben worden war. 

R. P.

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