3. November 1968: Verkehrschaos in der Stadt

3.11.2018, 07:00 Uhr

© Ulrich

Von morgens bis abends herrschte überall Hochbetrieb; die neuralgischen Punkte waren oft hoffnungslos verstopft. Das Durcheinander auf den Straßen wurde noch erhöht durch den Ausfall des Computers im Polizeipräsidium, der ab 11.45 Uhr wegen eines defekten Regelschalters streikte.

Bis der Schaden drei Stunden später behoben werden konnte, waren zeitweise über 100 von insgesamt 160 Ampelanlagen ohne Licht. Etwa 70 Beamte, die sofort auf den wichtigen Kreuzungen Posten bezogen, konnten nur notdürftig den Verkehr aufrechterhalten. Am Abend, als der Berufsverkehr einsetzte, lag der Fahrzeugstrom auf sämtlichen Straßen der Innenstadt und am Ring brach. Unser Bild vermittelt einen Eindruck vom Gedränge in der Lorenzer Straße. Überall mußten die Kraftfahrer lange warten.

Des einen Leid ist des anderen Freud: die Geschäfte erlebten einen Massenansturm. Wie hier in der Pfannenschmiedsgasse, drängten sich die Leute vor und in den Läden. Viele Kunden benutzten den Allerheiligentag, um schon jetzt ihre Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Der Andrang in den Geschäften und Kaufhäusern bewirkte, daß am Abend die erschöpften Verkäuferinnen feststellten: die Kasse stimmt.

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