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Adventssingen im Morlock-Stadion: 10.000 Sänger erwartet

Veranstaltung will in der stressigen Vorweihnachtszeit entschleunigen - 23.12.2018 15:55 Uhr

Nach dem Vorbild von Union Berlin soll nun auch im Nürnberger Max-Morlock-Stadion ein großes Adventssingen stattfinden, und zwar am Tag vor dem Heiligen Abend. © Foto: 1. FC Union Berlin


"Es könnten 12.000 bis 15.000 Teilnehmer werden", erklärt Stadion-Pressesprecherin Jana Tischer-Bach vor rund einer Woche. Wer sich das nicht entgehen lassen will: An der Abendkasse sind Tickets noch vorhanden. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Max-Morlock-Stadion, Einlass ist ab 16.30 Uhr.

Gerald Fink fände schon 10.000 Besucher "klasse". Als Bundeschorleiter des Fränkischen Sängerbundes hat er das Adventssingen mit organisiert. Aus vier Chören hat er einen Ansinge-Chor zusammengestellt. Mit dabei sind Sängerinnen und Sänger aus dem Polizeichor Nürnberg, dem Dehnberger Hofchor, dem Eibacher Sonntagschor inklusive REChord Eibach und dem Hans-Sachs-Chor. Musikalische Unterstützung kommt von den Nürnberger Barockbläsern; allerdings nur bei der Eingangsfanfare und bei drei Stücken. Der Rest der 20 Lieder soll beim großen Adventssingen ohne instrumentale Begleitung erklingen.

Ungefähr 100 Sänger hatte sich Fink für seinen Ansinge-Chor vorgestellt. Das Interesse sei dann aber so groß gewesen, dass es nun 185 geworden sind. "Und das, wo doch alle Chöre vor Weihnachten ohnehin sehr eingespannt sind", freut sich Fink. "Ich war von dem Zuspruch wirklich überwältigt."

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Als das Nürnberger Stadion einmal Victory-Stadium hieß

Das "Max-Morlock-Stadion", der oft geäußerte Wunsch vieler Club-Fans, ist Realität geworden. Die Arena des Altmeisters ist nun nach der Vereinsikone, die Deutschland 1954 in Bern zum Weltmeister machte und für den FCN über 22 Jahre lang Treffer an Treffer reihte, benannt. Doch wie hieß die Spielstätte der Rot-Schwarzen eigentlich früher? Auf jeden Fall vielversprechend: Ausgerechnet Victory-Stadium tauften sie die Amis nach dem Zweiten Weltkrieg.


Der Ansinge-Chor wird in Block 7 neben dem Haupteingang platziert sein und von Gerald Fink dirigiert. Alle anderen Sänger richten sich dann nach diesem Chor. "Und natürlich sind in jedem Block, über das ganze Stadion verteilt, noch weitere Sängerinnen und Sänger aus Chören des Fränkischen Sängerbundes positioniert", so Fink.

Busse aus der Region reisen an

Sogar aus Herzogenaurach werde sich ein ganzer Bus auf den Weg nach Nürnberg machen. Besondere Herausforderung: Ein gemeinsames Proben des Ansinge-Chores wird es nicht geben; lediglich eine Technikprobe am Nachmittag. "Jeder Chorleiter probt die ausgewählten Stücke im Vorfeld mit seinem Chor", erklärt Fink. Der Schwerpunkt liege auf klassischen deutschen Weihnachtsliedern wie "Alle Jahre wieder", "Macht hoch die Tür" oder - zum Abschluss - "Stille Nacht, heilige Nacht". Doch auch einige englische Titel wie zum Beispiel "Jingle Bells" werden gesungen.

Bundeschorleiter Gerald Fink aus Herzogenaurach wird den Ansinge-Chor mit den 185 erfahrenen Sängerinnen und Sängern dirigieren. © Foto: Ralf Rödel


Auf das Singen altvertrauter Lieder in einer großen Gemeinschaft freut sich Fink besonders. "Ich glaube, je schneller sich das Konsum- und Veranstaltungsrad dreht, desto mehr sehnen sich die Menschen nach Entschleunigung." Und Musik sei dafür bestens geeignet, außerdem ein verbindendes Element.

Weitere Mitwirkende: Benedikt Köstler (bekannt aus "The Voice of Germany") wird mitsingen, die beiden Stadtdekane Hubertus Förster (katholisch) und Jürgen Körnlein (evangelisch) sprechen einen ökumenischen Segen, und die Weihnachtsgeschichte wird von einer jungen Meistersingerin vorgelesen. Vertreterinnen des 1. FC Nürnberg Frauen- und Mädchenfußball werden ebenso zu Gast sein wie Michael Köllner, Niels Rossow oder Thomas Grethlein vom Club. Zu Wort kommen auch Christkind Rebecca Ammon, eine der Vorgängerinnen, Irene Brunner, Schirmherr Christian Vogel sowie die Vorsitzende des Vereins "Klabautermann", Hanne Henke. Die Moderation übernimmt Stadionsprecher Guido Seibelt.

Der Eintritt kostet 6 Euro (inklusive Programmheft und einer Kerze). Tickets sind an der Abendkasse noch erhältlich. Von jedem Ticket wird ein Euro an den "Klabautermann" gespendet. Mit Ticket sind VGN-Anreise oder Parken kostenfrei möglich. Freie Platzwahl. Die Sitzplätze sind unbeheizt, aber immerhin überdacht.

Von 16.30 bis 18.00 Uhr kann man sich in der BRK-Wache am Max-Morlock-Platz 1 übrigens als Spender bei der DKMS registrieren. 

Jeanette Seitz

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