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Aus für Gelben Sack: Umstellung beginnt noch im September

Gelbe Tonne kommt im Stadtgebiet - Verteilung bis Jahresende an Haushalte - 20.09.2019 16:44 Uhr

Die Gelbe Tonne soll das Stadtbild in Nürnberg deutlich verbessern. © Marijan Murat/dpa


Rund 80.000 Gelbe Tonnen (gelber Deckel, schwarze Behälter) werde die als Entsorger zuständige Firma Friedrich Hofmann deswegen bis Jahresende an die Haushalte in Nürnberg verteilen, sagte Geschäftsführer Rainer Hofmann bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem städtischen Umweltreferent Peter Pluschke (Bündnis 90/Die Grünen). 

So soll die Gelbe Tonne aussehen. © Alexander Brock


Pluschke, der als Erster Werkleiter auch für den städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb (ASN) zuständig ist, wies auf die geringen Einflussmöglichkeiten der Stadt hin, denn die Entsorgung des Verpackungsmülls bleibe in der Hand von privatwirtschaftlichen Systembetreibern. Allerdings habe das zum 1. Januar 2019 in Kraft getretene neue Verpackungsgesetz den Kommunen eine erweiterte Mitsprache beschert – und die nutzte die Stadt, um mit der einmütigen Unterstützung der Stadtratsfraktionen von SPD, CSU und Grünen nunmehr Gelbe Tonnen statt Säcke durchzusetzen. "In der Metropolregion ist Nürnberg damit Vorreiter", sagte Rainer Hofmann.

Gelbe Tonnen fassen in der Regel 240 Liter

Pluschke sagte, dass die Säcke in den vergangenen Jahren für „vielerlei Ärgernisse“ gesorgt und die Bürgervereine massive Kritik am bisherigen System geäußert hätten. Sie werden demnach "zur Unzeit" und nicht erst zum Abholtermin auf die Straße gestellt, sie stehen an den falschen Stellen, sie reißen und sorgen für Verschmutzung der Wege – all dies sei immer wieder beklagt worden. 

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Laut Reinhard Arndt, Zweiter Werkleiter des ASN, werden die Säcke für das neue Jahr nicht mehr an die Haushalte ausgegeben und daher auf natürlichem Weg aus dem Stadtbild verschwinden. Die Gelben Tonnen fassen Arndt zufolge in der Regel 240 Liter (analog zur Altpapiertonne), in größeren Wohnanlagen wird es Tonnen mit 1100 Litern Fassungsvermögen geben. Die Entleerung erfolgt – wie die bisherige Abholung der Säcke – im Zweiwochenrhythmus. 

Zusätzliche Bestellung möglich

Wer keine Tonne haben möchte, bekomme auch keine, so Hofmann. Die Bürger, ergänzte Arndt, könnten den Verpackungsmüll freilich auch zu einem der Wertstoffhöfe fahren. Wenn umgekehrt das Fassungsvermögen der Tonne nicht ausreiche, könne man eine zusätzliche bestellen, sagte Hofmann. Dieser "Änderungsdienst" - Abzug nicht benötigter Tonnen, Aufstellung zusätzlicher Behältnisse - soll zum Beginn des Jahres 2020 erfolgen. 

Wer Fragen hat, kann sich an die Servicehotline der Firma Hofmann wenden: 0800/1004337

 

 

Marco Puschner

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