Freitag, 06.12.2019

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Autonome bekennen sich zu Attacke auf Polizeiwache

Einrichtung am Nürnberger Rathaus mit Steinen beworfen - Tat auf Internetseite zugegeben - 21.07.2012 14:47 Uhr

Im Internet bekannte sich eine linksextreme Gruppierung zum Anschlag auf die Nürnberger Rathauswache. © Screenshot NN


Unbekannte haben in der Nacht auf Freitag die Polizeiwache Nürnberg-Rathaus mit roter Farbe beschmiert und außerdem mehrere Scheiben eingeworfen. Nach ersten Schätzungen dürfte der Sachschaden im fünfstelligen Bereich liegen.

Der Mitarbeiter eines Haussicherungsdienstes habe in den frühen Morgenstunden festgestellt, dass vier Fensterscheiben der “Rathauswache“ eingeworfen waren, heißt es im Polizeibericht. Die Steine blieben demnach zwischen Fenster und Metallrollo liegen.

Zudem "zieren" mehrere rote Farbkleckse die Fassade rechts und links der Eingangstür.

Zeugen hatten gegen drei Uhr morgens Lärm gehört und mehrere dunkel gekleidete Personen wegrennen sehen. Ob es sich dabei um die Täter handelt, ist noch unklar. Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kripo hat die Sachbehandlung übernommen.

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Nürnberger Polizeiwache attackiert

Unbekannte haben in der Nacht auf Freitag die Polizeiwache Nürnberg-Rathaus angegriffen. Dabei wurden vier Scheiben eingeworfen und die Fassade des Gebäudes beschmiert.


Die Polizeiwache Nürnberg-Rathaus blieb am Freitag geschlossen. Erst am Montag soll die Wache wieder öffnen.

Unbekannte haben in der Nacht auf Freitag die Nürnberger Polizeiwache Rathaus attackiert. © Stefan Hippel


Mittlerweile hat sich eine linksextremistische Gruppierung auf ihrer Internetseite zum Anschlag auf die Nürnberger Rathauswache bekannt. Anlass war nach den Angaben auf besagter Internetseite der Tod eines Demonstranten beim G8-Gipfel 2001 im italienischen Genua, der durch eine Polizeikugel ums Leben kam.

Elf Jahre nach dem Tod von Carlo Giuliani haben Autonome nun ihre Rachegelüste an der Nürnberger Polizei ausgelassen. Auch mit anderen Opfern von angeblicher Polizeigewalt begründeten die Linksextremisten ihren Rachefeldzug in der Nürnberger Innenstadt.

 

 Für die Aufklärung des Sachverhalts sucht die Polizei nach Zeugen. Personen, die während der fraglichen Zeit verdächtige Beobachtungen gemacht haben, können sich unter der Nummer 0911/2112-3333 melden.

ots/nn

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