Nicht mehr zu retten

Baumfällungen in Nürnberg: Hier setzt Sör die Säge an

30.7.2021, 14:55 Uhr
Im Stadtgebiet werden Bäume gefällt. 

Im Stadtgebiet werden Bäume gefällt.  © Martin Hertel, Bayerische Staatsforsten

Im Zeitraum von Montag bis Freitag, 2. bis 6. August, fällt der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) an mehreren Stellen im Stadtgebiet Bäume. So werden in Mögeldorf in der Prutzstraße an der Bahnbrücke drei Pappeln, eine Buche und eine Birke mit Stammdurchmessern von 14 bis 40 Zentimetern entfernt. Die allesamt wild aufgegangen Bäume sind bereits abgestorben und werden aufgrund des waldähnlichen Bewuchses nicht ersetzt.

Auch in der Schweinauer Hansastraße vor Hausnummer 11 und am Mittelstreifen werden zwei Birken mit Stammdurchmessern von 47 und 54 Zentimetern entfernt. Die Bäume sind bereits abgestorben und sollen an den jeweiligen Standorten ersetzt werden.

Aber auch in Almoshof und Lohe setzt Sör die Säge an: Entlang der Marienbergstraße zwischen der Flughafenstraße und der Unteren Stadtgasse werden drei Mehlbeeren, eine Buche, zwei Birken, zwei Ahorne, eine Eiche und eine Robinie mit Stammdurchmessern von zehn bis 80 Zentimetern entfernt. Die Bäume sind laut Sör abgestorben und werden an den jeweiligen Standorten ersetzt.

Ahorn in Ziegelstein abgestorben

Nicht weit entfernt, in Ziegelstein, entlang der Marienbergstraße zwischen Flughafenstraße und der Kreuzung zum Bierweg werden insgesamt sieben Spitz-Ahorne mit Stammdurchmessern von 13 bis 42 Zentimetern entfernt. Auch sie sind allesamt bereits tot und werden ersetzt.

Nicht mehr zu retten ist auch ein Spitz-Ahorn mit einem Stammdurchmesser von 50 Zentimetern Am Maffeiplatz im Stadtteil Galgenhof. Für den bruchgefährdeten Baum soll es Ersatz geben.

Junge Linde fault bereits

Ihr Stammdurchmesser beträgt nur 20 Zentimeter und weist bereits Faulstellen auf. Deshalb wird eine Linde Am Nordostpark in Erlenstegen ersatzlos entfernt.

Ersatz gibt es dagegen für eine abgestorbene Buche mit einem Stammdurchmesser von 110 Zentimetern im Cramer-Klett-Park im Stadtteil Wöhrd.

Ulme gefährdete Parkbesucher

Bereits in der letzten Juliwoche entfernte Sör eine Ulme mit einem Stammdurchmesser von 103 Zentimetern im Annapark in Gibitzenhof. Der Baum war nicht mehr standsicher und gefährdete die Passanten im Park.

Ebenfalls eine Gefahr für Menschen und Fahrzeuge stellten drei Kiefern und eine Birke mit Stammdurchmessern von 45 bis 55 Zentimetern in Reichelsdorf am Parkplatz der S-Bahn-Station dar. Auch sie wurden gefällt.


Hier entsteht das neue August-Meier-Haus


Schließlich entfernte Sör in Zerzabelshof an der Regensburger Straße auf Höhe des August-Meier-Heims zwei Birken mit Stammdurchmessern von jeweils 37 Zentimetern. Die abgestorbenen Bäume werden aufgrund des ausreichenden Unterwuchses vor Ort nicht ersetzt.

Nur unumgängliche Eingriffe

Sör informiert darüber, dass Bestandspflegemaßnahmen in den Nürnberger Grünflächen und Parkanlagen seit dem 28. Februar 2021 abgeschlossen sind. "In der Zeit vom 1. März bis zum 30. September erfolgen aufgrund der Vogelbrutzeit nur noch unumgängliche Eingriffe, die der Verkehrssicherung dienen. Die Fällung von Gefahrbäumen ist das ganze Jahr über möglich", so Sör.


Großbaumverpflanzung: Neue Heimat für Bäume


Der städtische Eigenbetrieb führt Baumpflanzungen überwiegend im Frühjahr und im Herbst durch. Nur während der Hitzeperioden im Sommer und bei Frostperioden im Winter finden keine Nachpflanzungen oder Großbaumverpflanzungen statt.

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