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Bericht verrät: Immobilien in Nürnberg werden immer teurer

Vor allem beim mehrgeschossigen Wohnungsbau stiegen die Preise - 26.03.2019 14:32 Uhr

Insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro wurden 2018 in Nürnberg im Immobilienbereich umgesetzt. © Sebastian Gollnow/dpa


Bei der Vorstellung des Nürnberger Grundstücksmarktberichts 2018 und der neuen Bodenrichtwertkarte nannte Frank Seidler, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, konkrete Zahlen. Ausgewertet wurden 4890 Notarurkunden, die Auskunft über die Preise bei Verkäufen von Grundstücken, Häusern und Wohnungen im vergangenen Jahr geben. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte bekommt von allen Notarurkunden anonymisierte Abschriften. "Wir haben dadurch objektiv ermittelte Zahlen und die Entwicklung wird transparent", sagt Seidler.

Umgesetzt wurden im Immobilienbereich in Nürnberg insgesamt 2,4 Milliarden Euro, das sind 24 Prozent mehr als 2017 und es ist der zweithöchste Wert in den vergangenen 30 Jahren. Nur 2016 wurde noch mehr umgesetzt. Im vergangenen Jahr gab es allein vier Immobilienverkäufe für über 50 Millionen Euro. 

Die Preise für Grundstücke für die Neubebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern stiegen um sieben Prozent. 2017 waren es 14 Prozent. Die Preisspanne liegt zwischen 180 und 1300 Euro für den Quadratmeter.

Mieten werden steigen

Am stärksten stiegen die Baulandpreise für den mehrgeschossigen Wohnungsbau. Für den Quadratmeter mussten 21 Prozent mehr bezahlt werden. Der Quadratmeter kostet zwischen 710 und 3400 Euro. Auch wenn der Anstieg deutlich niedriger ist als noch 2017, als die Preise um 38 Prozent anzogen, so ist er immer noch hoch und wird für weiter steigende Mieten sorgen.

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Auch bei den Grundstücke für eine gewerbliche Bebauung musste mehr bezahlt werden. Der Anstieg betrug 15 Prozent. Der Quadratmeterpreis lag zwischen 46 und 350 Euro. Auch Häuser und Eigentumswohnungen wurden deutlich teurer. Der Preis für freistehende Häuser lag zwischen 350.000 und 1,2 Millionen Euro. Das sind fünf Prozent mehr als 2017. Damals waren die Preise um 15 Prozent gestiegen. Die teuersten Objekte lagen in Erlenstegen, die günstigsten in Brunn.

Neue Häuser ab 490.000 Euro

Bei den Doppel- und Reihenhäusern betrug der Anstieg neun Prozent. Für neue Häuser mussten zwischen 490.000 und 750.000 Euro gezahlt werden. Für gebrauchte Objekte zwischen 290.000 und 600.000 Euro. 

Der Preis für Mehrfamilienhäuser zog im vergangenen Jahr um sieben Prozent an. 2017 waren es sogar 14 Prozent. Doch innerhalb von zehn Jahren ist der Preise für solche Objekte auf das Zweieinhalbfache angestiegen. Die Preise lagen zwischen 730.000 Euro (Gostenhof) und 1,4 Millionen Euro (St. Johannis).

Keine Prognose vom Wirtschaftsreferent

Auch die Eigentumswohnungen wurden deutlich teurer: Unabhängig ob Neu- oder Altbau stiegen die Preise zwischen sieben und neun Prozent an. Für neue Eigentumswohnungen wurden zwischen 3900 und 5700 Euro für den Quadratmeter verlangt. Für 50 bis 60 Jahre alte Wohnungen lag der Quadratmeterpreis zwischen 2000 und 3000 Euro. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lag der Quadratmeterpreis für Neubauten zwischen 2100 und 3000 Euro. Ein Spitzenwert wurde 2018 mit 5590 Euro für den Quadratmeter in Mögeldorf erzielt. 1940 Euro für den Quadratmeter wurden für eine Altbauwohnung in der westlichen Südstadt bezahlt. 

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"Wir hoffen, dass die zahlreichen laufenden Wohnprojekte und die Entwicklung neuer Baugebiete weiter preisdämpfend wirken“, sagte Wirtschaftsreferent Michael Fraas. Auf eine Prognose, wie sich die Immobilienpreise entwickeln, wollte er sich aber nicht einlassen.

Der Grundstücksmarktbericht kann im Dienstleistungszentrum Bau, Lorenzer Straße 30, eingesehen oder gekauft werden (Telefon 231-7300). Auf der Homepage der Stadt Nürnberg ist auch eine Bestellung möglich.

André Fischer

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