BioFach: Öko-Produkte sind kein Luxus

12.2.2013, 11:00 Uhr
BioFach: Öko-Produkte sind kein Luxus

© Roland Fengler

Wie die Spielwarenschau ist auch die „BioFach“ eine Veranstaltung, die nur dem Fachpublikum vorbehalten ist. Damit aber auch die Bevölkerung Anteil an diesen Themen nehmen kann, wird wie schon in den Vorjahren ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm unter dem Motto „Bio in der Stadt“ angeboten.

Brückenschlag zur Innenstadt

„Es geht darum, zu zeigen, dass der Bio-Gedanke auch in Nürnberg von einer besonderen Bedeutung ist“, gab gestern Claus Rättich von der NürnbergMesse die Zielrichtung vor. Um zu gewährleisten, dass der Brückenschlag von der Fachmesse zur Publikumsveranstaltung ein voller Erfolg wird, sorgen Mitstreiter wie die gemeinnützige Organisation BluePingu. Jürgen Kaspar von der regionalen Nachhaltigkeits-Initiative kündigte gestern an, dass es in diesem Jahr zwei Themenschwerpunkte geben wird: Den Hunger in der Welt und die Spekulation mit Nahrungsmitteln.

„Jeder achte Mensch geht hungrig ins Bett, ist Bio da nicht überflüssiger Luxus?“ könne man sich etwa fragen. Um diese Frage zu diskutieren, kommt am 13. Februar der Agrarwissenschaftler und Bio-Landwirt Felix Prinz zu Löwenstein zu einem Vortrag in den Historischen Rathaussaal. Er vertritt die Position, dass gerade die ökologische Nahrungsmittelproduktion das Potenzial dazu hat, die weltweiten Ernährungsprobleme langfristig zu lösen. An den Vortrag, der um 19.30 Uhr beginnt, schließt sich eine Experten-Diskussion an.

„Zocken mit der Not unserer Welt“ lautet am Donnerstag, 14. Februar, der Vortrag des BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger (19.30 Uhr). Zentrales Thema ist die Spekulation mit Nahrungsmitteln, die mittlerweile über diverse Fonds auch im Bereich der Kleinanleger angekommen ist.

Flankierend zu beiden Veranstaltungen findet heuer eine echte Premiere statt: Im Foyer des Rathaussaales zeigen Messeaussteller, viele davon aus der Region, ihre Neuheiten.

Zum Abschluss der BioFach-Veranstaltungsreihe wird am Freitag, 15. Februar, ab 20 Uhr im Festsaal des Künstlerhauses gefeiert. Für Stimmung bei der „BioFachParty“ sorgen Performance-Poet Michael Jakob und die Gruppe „ARPAD“.

Die Stadt Nürnberg engagiert sich nicht nur mit der Bereitstellung der Veranstaltungsräume, sondern pocht auch auf ihr Selbstverständnis als offizielle „Bio-Metropole“. „Wir wollen zeigen, dass die Stadt zu Recht der Standort dieser Messe ist“, sagt Werner Ebert vom Umweltreferat. Während sich die Bürger über die verschiedenen kommunalen Initiativen auf der Seite www.bioinderstadt.de informieren können, nutzt die Stadtverwaltung die Fachmesse, um sich mit anderen Kommunen und in diesem Jahr vor allem mit Wirtschaftsvertretern im Bio-Bereich besser zu vernetzen.

Den Bio-Interessieren einen Überblick über die entsprechenden Angebote in Nürnberg und Umgebung zu vermitteln, ist eines der zentralen Anliegen von „BluePingu“.

Speziell zur „BioFach“ wird in diesem Jahr wieder ein aktueller „Bio-Genussführer“ aufgelegt, der Gastronomen und Einzelhändler auflistet, bei denen der Begriff „Bio“ kein Fremdwort ist. Er wird außer im Messezentrum auch an zahlreichen Stellen in der Stadt verteilt – und eine passende Tasche wurde auch entworfen.
 

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