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Bluttat im BBZ angekündigt: Kein Haftantrag gegen Schüler

26-Jähriger wurde in eine Fachklinik eingewiesen - Wer trägt die Kosten? - 26.10.2016 12:05 Uhr

Im BBZ am Berliner Platz herrschte am Dienstag helle Aufregung, nachdem ein Schüler eine Gewalttat angedroht hatte. © ToMa/Reitmayer


Der Schüler hatte im Internet eine Bluttat angekündigt. Als die Polizei darüber informiert wurde, rückte sie mit massiven Kräften an. Beamte umstellten das Berufsschulzentrum, das Gebäude wurde durchsucht, während sich die Schüler mit ihren Lehrern in den Klassenzimmern eingesperrt hatten. Am frühen Nachmittag dann wurde der 26-jährige Tatverdächtige, selbst ein Schüler am Berufsschulzentrum, festgenommen. Gegen ihn wird wegen Bedrohung und der Androhung einer Straftat ermittelt. Weil er einen verwirrten Eindruck machte, wurde er mittlerweile in eine Fachklinik eingewiesen.

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Keine Fluchtgefahr

Haftantrag wurde gegen den Mann jedoch nicht gestellt - die Strafe, die er im Falle einer möglichen Verurteilung zu erwarten hätte, rechtfertigt dies nicht, zumal keine Fluchtgefahr oder ein anderer Haftgrund vorliegt. Die Kosten für den Einsatz stehen derzeit noch nicht fest.

Das massive Aufgebot der Polizei - auch mit Spezialkräften - treibt die Kosten jedoch locker in einen fünfstelligen Bereich, so ein Polizeisprecher. Ob der Tatverdächtige haftbar gemacht werden kann, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Ein psychiatrischer Sachverständiger muss zunächst feststellen, ob der Verdächtige zur Tatzeit überhaupt schuldfähig war. 

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