Bombenverdacht vor Hauptbahnhof: Spezialkräfte geben Entwarnung

4.12.2020, 19:14 Uhr
Der Bahnhofsvorplatz wurde von der Polizei genauso abgesperrt wie Teile der Bahnhofs- und Königstraße.

Der Bahnhofsvorplatz wurde von der Polizei genauso abgesperrt wie Teile der Bahnhofs- und Königstraße. © NEWS5 / Oßwald, NEWS5

Ein Passant hatte kurz vor 15 Uhr in der Nähe des Eingangs zur Königstorpassage einen verdächtigen Gegenstand gefunden und der Polizei gemeldet. Der Fundort befand sich auf dem Fuß- und Radweg am Frauentorgraben, der von der Königstorpassage aus in Richtung Westen führt.

Spezialkräfte untersuchten verdächtiges Objekt

Die Polizei sprach zunächst von einem Gegenstand, "bei dem wir noch nicht wissen, was es ist". Das Metallstück ähnelte in Form und Größe einer Rohrbombe. Für die Untersuchung rückte die Technische Sondergruppe (TSG) des LKA aus München an.

Kurz nach 17 Uhr trafen die Spezialkräfte in Nürnberg ein und begannen mit der Arbeit. Das Objekt wurde dafür "aus dem gefrorenen Boden geborgen", und zur weiteren Abklärung geröntgt. Kurz nach 19 Uhr war klar: Es handelt sich um ein ungefährliches Metallrohr. Die Polizei vermutet, dass es sich dabei "um eine ältere Rohrinstallation" handelt, die im Boden verschraubt war. Hinweise darauf, dass Unbekannte die Rohre erst vor kurzem dort platziert hatten, gebe es nicht.

Um dieses Metallstück ging es.

Um dieses Metallstück ging es. © NEWS5 / Oßwald, NEWS5

Das Gebiet um den Fundort war in einem Radius von 100 Metern weiträumig abgesperrt, betroffen waren vor allem der Bahnhofsplatz, die Königstraße, die Königstorpassage, der Klarissenplatz und die Bahnhofstraße.

Die Sperrungen sorgten im Feierabendverkehr für erhebliche Behinderungen, rund um den Bahnhof kam es zu langen Staus. Auch Busse und Straßenbahnen konnten den Bahnhof nicht anfahren, die VAG richtete einen Ersatzverkehr ein. Nachdem die Polizei Entwarnung gegeben hatte, normalisierte sich die Situation.


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