Dienstag, 10.12.2019

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Brisanter Großeinsatz in Sandreuth: Lkw brannte lichterloh

Anwohner berichten von beißendem Geruch - Gebäude beschädigt - 03.07.2019 12:08 Uhr

Ein Sattelzug, der Elektroschrott geladen hatte, war am Mittwochmorgen in Sandreuth in Brand geraten. © ToMa


Im Nürnberger Süden war am Mittwochmorgen eine große Rauchsäule zu sehen, denn in der Maybachstraße im Stadtteil Sandreuth hatte am Morgen ein Sattelzug Feuer gefangen. Anwohner berichteten von einem beißenden Geruch rund um die Maybachstraße. Gegen 9.45 Uhr war der Alarm bei der Nürnberger Berufsfeuerwehr eingegangen, die sofort mit zwei Löschzügen ausrückte. Vor Ort wurden die Einsatzkräfte später dann durch Freiwillige Feuerwehren unterstützt.

An einer Halle stand ein Sattelzug, der Elektroschrott geladen hatte, im Vollbrand. Laut Thomas Schertel, dem Sprecher der Feuerwehr, brannten Handyakkus und ähnliche Produkte - einige von ihnen enthielten Lithium. Besonders brisant wurde der Einsatz dadurch, dass der Sattelzug nahe an einer Recyclingfirma stand. Denn in dieser lagerten Stoffe, die im Brandfall giftige Dämpfe freigesetzt hätten. "Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Sattelzug in der Halle Feuer gefangen hätte" so Schertel. Zudem besteht das Dach der Lagerhalle aus einer Holzkonstruktion, die sicherlich schnell Feuer gefangen hätte.

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Sattelzug stand in Flammen: Großeinsatz in Nürnbergs Süden

Eine große, dunkle Rauchsäule war am Mittwochvormittag über Nürnberg zu sehen. Der Grund dafür: In der Maybachstraße in Sandreuth stand ein Sattelzug in Flammen. Ein massiver Löschangriff der Feuerwehr war nötig, um das Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Lagerhalle zu verhindern.


Die Einsatzkräfte starteten einen massiven Löschangriff und konnten so ein Übergreifen der Flammen verhindern. Dennoch wurde das Gebäude durch das Feuer stark beschädigt. Neben den Löschzügen kamen auch zwei Spezialfahrzeuge der Feuerwehr zum Einsatzort. Sie hatten mehrere Tausend Liter Wasser im Tank, um im Notfall bei den Löscharbeiten schnell für einen zusätzlichen Wassernachschub sorgen zu können.

80 Mitarbeiter evakuiert

Rund 80 Personen wurden aus den umliegenden Firmen evakuiert, Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes versorgten die Wartenden mit Getränken. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) war mit vier Rettungswägen und zwei Notärzten vor Ort, die glücklicherweise nicht zum Einsatz kamen. Denn nach aktuellem Stand wurde bei dem Feuer niemand verletzt.

Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort, auch Kräfte des Unterstützungskommandos (USK) rückten an. Die Polizisten sperrten das Gebiet zwischen Nopitschstraße und Sandreuthstraße ab. Ein Polizeihubschrauber überflog das Gebiet und überwachte die Lage aus der Luft. Noch ist unklar, wie es zu dem Feuer gekommen war, die Polizei hat hierzu Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden, der durch den Brand entstanden ist, kann noch nicht beziffert werden.

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr wird sich der Einsatz nun dennoch weiter ziehen: Sie müssen nun in mühevoller Kleinarbeit den Elektroschrott auseinanderziehen und letzte Glutnester ablöschen. Dank der frühzeitigen Alarmierung und der schnellen Löscharbeiten konnte laut Feuerwehrsprecher jedoch ein größeres Unglück verhindert werden.


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Dieser Artikel wurde um 12.08 Uhr aktualisiert.

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