Der Wöhrder See von damals bis heute

1.12.2019, 18:51 Uhr
Blick über das Gelände in Richtung Mögeldorf. Bevor der Stausee existierte, durchfloß die Pegnitz seit Jahrhunderten in zwei Armen eine Flussaue. Das Pegnitztal blieb wegen der häufigen Überschwemmungen vom Menschen weitgehend unberührt.
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Blick über das Gelände in Richtung Mögeldorf. Bevor der Stausee existierte, durchfloß die Pegnitz seit Jahrhunderten in zwei Armen eine Flussaue. Das Pegnitztal blieb wegen der häufigen Überschwemmungen vom Menschen weitgehend unberührt. © Gerardi (1950er Jahre)

Blick vom Wöhrder Talübergang auf den Johann-Soergel-Weg. 1959 beschloss der Stadtrat den Wöhrder See zwischen Wöhrd und Erlenstegen für Erholungszwecke anzulegen. Eine Lieblingsidee der Nürnberger Einwohner schien damals endlich der Wirklichkeit bedeutend näher zu kommen.
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Blick vom Wöhrder Talübergang auf den Johann-Soergel-Weg. 1959 beschloss der Stadtrat den Wöhrder See zwischen Wöhrd und Erlenstegen für Erholungszwecke anzulegen. Eine Lieblingsidee der Nürnberger Einwohner schien damals endlich der Wirklichkeit bedeutend näher zu kommen. © Gerardi (1959)

1969 wurde der Wöhrder See geflutet.
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1969 wurde der Wöhrder See geflutet. © Friedl (1969)

Der Bau des Unteren Wöhrder Sees wurde schon 1972 abgeschlossen, der Obere erst 1981.
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Der Bau des Unteren Wöhrder Sees wurde schon 1972 abgeschlossen, der Obere erst 1981. © Friedl (1969)

Der See ist im Grunde die aufgestaute Pegnitz, die durchfließt und mit Hilfe der beiden Wöhrder Wehre aufgestaut wird.
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Der See ist im Grunde die aufgestaute Pegnitz, die durchfließt und mit Hilfe der beiden Wöhrder Wehre aufgestaut wird. © Harald Sippel

Der Wöhrder See wird heute von der Stadtbevölkerung für Spaziergänge, Joggen, Radeln, Bummeln und Fischen genutzt.
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Wöhrder See

Der Wöhrder See wird heute von der Stadtbevölkerung für Spaziergänge, Joggen, Radeln, Bummeln und Fischen genutzt. © Harald Sippel

Aufgrund der schlechten Wasserqualität und der Strömungslage wird er wassertechnisch jahrelang fast nicht genutzt. Ausgenommen ist davon ein kleiner Bootsverleih. Wer wollte aber schon auf einem übel riechenden Gewässer rudern?
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Aufgrund der schlechten Wasserqualität und der Strömungslage wird er wassertechnisch jahrelang fast nicht genutzt. Ausgenommen ist davon ein kleiner Bootsverleih. Wer wollte aber schon auf einem übel riechenden Gewässer rudern? © PR

Der See ist insgesamt 2,6 Kilometer lang und 52 Hektar groß und besteht aus zwei Teilen: Dem Unteren Wöhrder See mit einer Länge von 1400 Metern, zwischen Adenauer-Brücke und Bahnbrücke, auf der Höhe des Sebastianspitals, sowie dem Oberen Wöhrder See mit einer Länge von 1200 Metern, der an den Unteren Wöhrder See sich anschließt und bis zur Ludwig-Erhard-Brücke reicht.
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Der See ist insgesamt 2,6 Kilometer lang und 52 Hektar groß und besteht aus zwei Teilen: Dem Unteren Wöhrder See mit einer Länge von 1400 Metern, zwischen Adenauer-Brücke und Bahnbrücke, auf der Höhe des Sebastianspitals, sowie dem Oberen Wöhrder See mit einer Länge von 1200 Metern, der an den Unteren Wöhrder See sich anschließt und bis zur Ludwig-Erhard-Brücke reicht. © Harald Sippel

2011 ist der Haussee der Nürnberger dann zum Sanierungsfall geworden: Algenpest und Verlandung kann das Wasserwirtschaftsamt bei der derzeitigen Seestruktur nicht in den Griff bekommen.
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2011 ist der Haussee der Nürnberger dann zum Sanierungsfall geworden: Algenpest und Verlandung kann das Wasserwirtschaftsamt bei der derzeitigen Seestruktur nicht in den Griff bekommen. © Hagen Gerullis

Nach fast 50 Jahren in Betrieb war außerdem klar, dass Spielplätze, Freiflächen und Wege im Umfeld des Wöhrder Sees dringend erneuert werden müssen.
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Nach fast 50 Jahren in Betrieb war außerdem klar, dass Spielplätze, Freiflächen und Wege im Umfeld des Wöhrder Sees dringend erneuert werden müssen. © Harald Sippel

Bereits 2010 begannen die Planungen für die Umgestaltung des Wöhrder Sees. Der Untere Wöhrder See wurde zum Freizeit- und Erholungsort deklariert, der Obere Wöhrder See zu einem ökologischen Projekt. Seitdem ist einiges passiert. Jahre 2014 stellten etwa Bürgermeister und erster Sör-Werksleiter Christian Vogel (links) und Umweltreferent Peter Pluschke die neuen Informationstafeln über die Uferneugestaltung des Wöhrder Woehrder Sees vor.
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Bereits 2010 begannen die Planungen für die Umgestaltung des Wöhrder Sees. Der Untere Wöhrder See wurde zum Freizeit- und Erholungsort deklariert, der Obere Wöhrder See zu einem ökologischen Projekt. Seitdem ist einiges passiert. Jahre 2014 stellten etwa Bürgermeister und erster Sör-Werksleiter Christian Vogel (links) und Umweltreferent Peter Pluschke die neuen Informationstafeln über die Uferneugestaltung des Wöhrder Woehrder Sees vor. © Alexander Pfaehler

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"Mähkuh Molly", auf dem See unterwegs um Algen abzugrasen, ist seit 2011 regelmäßig auf Futtersuche. © Dressler

Mit der Eröffnung des 200 Meter langen Boulevards für Fußgänger, am Sebastianspital, im Jahr 2012, hat die
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Mit der Eröffnung des 200 Meter langen Boulevards für Fußgänger, am Sebastianspital, im Jahr 2012, hat die "Wasserwelt am Wöhrder See" erstmals konkrete Formen angenommen. © News5

Nach drei Monaten Bauzeit wurde im Sommer 2013 erstmals der Stadtstrand am nördlichen Ufer eingeweiht. Badespaß blieb aber auf Grund schlechter Wasserqualität aus. Inzwischen ist der Sandstrand um 120 Meter auf deren 250 verlängert worden.
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Nach drei Monaten Bauzeit wurde im Sommer 2013 erstmals der Stadtstrand am nördlichen Ufer eingeweiht. Badespaß blieb aber auf Grund schlechter Wasserqualität aus. Inzwischen ist der Sandstrand um 120 Meter auf deren 250 verlängert worden. © Stefan Hippel

Durch den Bau des 400 Meter langen, begehbaren Leitdamms ist bis 2016 am Südufer die Norikus-Bucht entstanden. Im selben Jahr geflutet, ging auch der Badebetrieb in die erste Runde, allerdings auf eigene Gefahr. Markus Söder ging vor den Kameras und für selbige baden.
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Durch den Bau des 400 Meter langen, begehbaren Leitdamms ist bis 2016 am Südufer die Norikus-Bucht entstanden. Im selben Jahr geflutet, ging auch der Badebetrieb in die erste Runde, allerdings auf eigene Gefahr. Markus Söder ging vor den Kameras und für selbige baden. © facebook.com/markus.soder.75

Mehrfach sorgte Gänsedreck, der die Strändes verschmutzte, für Unmut. 2018 entbrannte eine hitzige Debatte um die Möglichkeit des Abschusses der Gänse.
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Mehrfach sorgte Gänsedreck, der die Strändes verschmutzte, für Unmut. 2018 entbrannte eine hitzige Debatte um die Möglichkeit des Abschusses der Gänse. © Günter Distler

Aber nicht nur Gänsedreck verdarb manchem den Badespaß. 2018 gab der Stadtrat die Noris-Bucht zunächst offiziell zum Baden frei, nachdem die Wasserqualität entsprechenden Tests Stand gehalten hatte. Bauzäune, die den Zugang zur Bucht versperrten, schmälerten jedoch die Vorfreude. Im Juni 2018 endlich, wurde das Areal am Südufer eröffnet, inklusive Wasserspielplatz für Kinder.
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Aber nicht nur Gänsedreck verdarb manchem den Badespaß. 2018 gab der Stadtrat die Noris-Bucht zunächst offiziell zum Baden frei, nachdem die Wasserqualität entsprechenden Tests Stand gehalten hatte. Bauzäune, die den Zugang zur Bucht versperrten, schmälerten jedoch die Vorfreude. Im Juni 2018 endlich, wurde das Areal am Südufer eröffnet, inklusive Wasserspielplatz für Kinder. © Clemens Helldörfer

Seit dem Frühjahr 2018 wird bei der Bucht vor dem Norikus die neue Energie- und Umweltstation gebaut. Eine Kiesschüttung, einige 15 Meter lange Pfähle und eine Stahlkonstruktion bilden das Fundament.
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Seit dem Frühjahr 2018 wird bei der Bucht vor dem Norikus die neue Energie- und Umweltstation gebaut. Eine Kiesschüttung, einige 15 Meter lange Pfähle und eine Stahlkonstruktion bilden das Fundament. © Eduard Weigert

Im Sommer wurde der Startschuss für die ökologische Umgestaltung des Oberen Wöhrder Sees gegeben. Rund 15 Millionen Euro wurden dafür veranschlagt. Zunächst müssen 150.000 Kubikmeter Schlamm aus dem See gebaggert werden. Abgeflachte Ufer, eine Entwicklungszone, vier Inseln und ein Fischweg am Wehr an der Flußstraße sollen Vögeln, Fischen und Insekten ein Zuhause bieten. Für höhere Fließgeschwindigkeit und eine dadurch verbesserte Wasserqualität sollen die Inseln sorgen.
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Im Sommer wurde der Startschuss für die ökologische Umgestaltung des Oberen Wöhrder Sees gegeben. Rund 15 Millionen Euro wurden dafür veranschlagt. Zunächst müssen 150.000 Kubikmeter Schlamm aus dem See gebaggert werden. Abgeflachte Ufer, eine Entwicklungszone, vier Inseln und ein Fischweg am Wehr an der Flußstraße sollen Vögeln, Fischen und Insekten ein Zuhause bieten. Für höhere Fließgeschwindigkeit und eine dadurch verbesserte Wasserqualität sollen die Inseln sorgen. © Claudine Stauber

Fehlende Toiletten sorgten zwischendurch für Trubel. Besonders, als 2017 der eigentlich für die Gastronomie am Stadtstrand vorgesehene Betreiber absprang. Als Übergangslösung mussten einige Dixie-Klos in Reih‘ und Glied stehen.
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Fehlende Toiletten sorgten zwischendurch für Trubel. Besonders, als 2017 der eigentlich für die Gastronomie am Stadtstrand vorgesehene Betreiber absprang. Als Übergangslösung mussten einige Dixie-Klos in Reih‘ und Glied stehen. © Stefan Hippel

Das
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Das "Café Strandgut" am Nordufer des Sees soll 2020 in Betrieb gehen. Betreiberin ist mit "Gastronomie und Toleranz" (GuT) eine Tochtergesellschaft der Lebenshilfe. Grünflächen und Wege – das Drumherum – werden ebenfalls in Arbeit. Mit dem neuen Café entstehen Örtchen, die die Dixie-Reihen ablösen sollen. © Jo Seuß