Elternbeirat fordert Zebrastreifen vor Uhlandschule

14.3.2017, 16:42 Uhr
Drei Schülerlotsen stehen als Verkehrshelfer morgens an der umgebauten Kreuzung vor der Uhlandschule in der Nordstadt. Polizei und Stadt finden, dass sie die Situation „im Griff haben“ und es nach Schulschluss keine Probleme gibt. Der Elternbeirat sieht das anders und fordert mindestens einen Zebrastreifen.

Drei Schülerlotsen stehen als Verkehrshelfer morgens an der umgebauten Kreuzung vor der Uhlandschule in der Nordstadt. Polizei und Stadt finden, dass sie die Situation „im Griff haben“ und es nach Schulschluss keine Probleme gibt. Der Elternbeirat sieht das anders und fordert mindestens einen Zebrastreifen. © Foto: Eduard Weigert

Es sollte ein Modellprojekt für die ganze Stadt werden, als das Verkehrsplanungsamt das Konzept für den Bereich Groland-/Uhlandstraße vorstellte. Mit dem Abbau der Ampeln sollte die Kreuzung umgestaltet, verengt und leicht erhöht werden, verbunden mit der Einführung von Tempo 10. Als die Arbeiten Mitte September fertig waren, zeigten sich – wie berichtet — aber etliche Sicherheitsmängel, was zu wiederholten Gesprächen von Schule, Elternbeirat und Stadtverwaltung führte.

Auf Antrag der CSU-Fraktion gibt es am Donnerstag, 16. März, 9 Uhr, im Verkehrsausschuss einen Sachstandsbericht. Der Tenor lautet mit Verweis auf eine Stellungnahme der Polizei, dass die Schülerlotsen "die Situation im Griff haben". Dies sieht der Elternbeirat der Grundschule anders. Nach Ansicht von Montserrat Ares-Bittner, der stellvertretenden Vorsitzenden, ist die Sicherheit "nach wie vor nicht gewährleistet, da die Autos Tempo 10 nicht einhalten, es wurden schon mehrere Fast-Unfälle mit Kindern beobachtet". Zudem sei ein Laternenmast umgefahren — "zum Glück an einem Sonntag und nicht morgens zur Schulzeit". Weil die Gesamtsituation "zu unübersichtlich" und man mit der Ausführung des Umbaus "unzufrieden" ist, fordert der Elternbeirat nun mindestens einen Zebrastreifen.

Bei dem Thema sieht Verkehrsplanungsamtsleiter Frank Jülich Probleme. Zum einen müssten mehrere Voraussetzungen erfüllt werden (wie ausreichende Beleuchtung oder Fahrzeugzahl), zum anderen sieht er eher eine "Scheinsicherheit". Folglich baue die Stadt erst mal auf weitere Nachbesserungen vor Ort. Dazu gehören rotweiße Warnbänder an den Sperrpfosten, eine Sperrschranke auf der Nordseite gegen parkende Autos, das Pflanzen der geplanten Bäume und eine optimierte Tempo-10-Beschilderung, die auch die Polizei vorgeschlagen hat.

Im Übrigen verweist Jülich auf "verschiedene Stimmen", die er seitens der Eltern gehört habe und die zwischen Zustimmung und Ablehnung liegen. Vor einem erneuten Eingriff in die Kreuzung hält er den zweiten Umbauabschnitt der Grolandstraße für vorrangig, wodurch auch die Fahrbahn schmaler werden soll. Laut Sör-Werkleiter Marco Daume gibt es für den Bereich zwischen Uhland- und Kreulstraße bisher nur einen Straßenplanungsentwurf. Da die Grolandstraße als Haupterschließungsstraße gilt, müssen sich Anlieger prozentual an den Umbaukosten beteiligen. Das vor Beschlussfassung der Straßenplanung durchzuführende Bürgerinformationsgespräch sei für das 1. Quartal 2018 vorgesehen. Zuvor müssen die notwendigen Kosten ermittelt werden. Aber nur wenn alles sehr zügig geht, wäre ein Baustart 2018 realistisch.

 Die Kosten für einen Fußgängerüberweg liegen laut Daume bei rund 10 000 Euro. Das Problem: Derzeit besteht an der Kreuzung der Belag aus hellgrauen Betonsteinen. "Auf diesen würde eine Zebrastreifen-Markierung schlecht erkennbar sein und nicht gut haltbar aufgebracht werden können." Ergo müssten die Betonsteine durch Asphalt ersetzt werden, was Mehrkosten von 20 000 Euro verursachen würde. Mindestens.

 

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