Endlos-Baustelle im Tiergarten: Der Teichbau macht Ärger

28.5.2019, 05:55 Uhr
Das Freigehege der Gorillas zwischen Affenhaus und dem Affenfelsen muss baulich neuen Sicherheitsvorgaben angepasst werden.

© Foto: Ute Wolf Das Freigehege der Gorillas zwischen Affenhaus und dem Affenfelsen muss baulich neuen Sicherheitsvorgaben angepasst werden.

Früher einmal badeten dort die Flusspferde: Auf der heutigen Außenanlage des Wüstenhauses. Demnächst werden im Gehege Tigeriltisse angesiedelt, die Wüstenlandschaft soll sich von dort aus weiter über den Besucherweg und die Gleise der Kleinbahn ausdehnen.

Zwischen den Gehegen der Somali-Wildesel und der Mendesantilopen entsteht eine Ruhezone für die Zoogäste. Um den Besuchern die Tiere als Vertreter der Wüste noch besser nahezubringen, werden sogenannte Antritte für die Besucher eingerichtet, die direkt an die Gehege der Wildesel und Antilopen angrenzen und ebenfalls einer Wüstenlandschaft nachempfunden sind: durch Pflanzen, wie sie in der Wüste wachsen, durch Sand und Steine.

Bei den Antilopen wird der für die Tiere als Wasserloch dienende Teich direkt an der Besucherrampe enden und das Wasser als Rinnsal durch den Besucherbereich fließen. Damit die Tiergartengäste vor Wind und Wetter geschützt sind, wird zwischen den beiden Tiergehegen ein Unterstand gebaut.

Die Umgestaltung sollte eigentlich im Frühjahr fertiggestellt sein. Doch es hakt laut Zoodirektor Dag Encke an folgendem Problem: "Wir suchen immer noch nach einer Firma für den Folienteichbau am Wasserloch der Antilopen." Weil der Tiergarten bei dem gesamten Projekt viel in Eigenregie leistet, konnten die Kosten auf etwa 300 000 Euro gedrückt werden, die komplett vom Verein der Tiergartenfreunde übernommen werden.

Bei der Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen am Gorilla-Freigehege hält ebenfalls der Teichbau den Fortschritt der Arbeiten auf. Dort muss nach neuen Vorgaben für die Haltungsbedingungen der Menschenaffen die Wassergrabenhöhe zwei Meter betragen, außerdem müssen die Außenwände auf den Landteilen auf vier Meter erhöht werden. Die jetzige Gorilla-Freianlage wurde vor 22 Jahren eröffnet.

"Auch hier ist es mit den Firmen schwierig", sagt Encke, "der Teichbau ist derzeit ein richtiges Nadelöhr." Geplant sei, dass die Baumaßnahmen noch im Sommer fertig werden. Doch angesichts des Engpasses bei den Baufirmen kann der Tiergartenchef das im Augenblick nicht garantieren.

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