Donnerstag, 15.04.2021

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Geld aus Briefen geklaut: Post warnt Absender

"Das ist ja geradezu eine Aufforderung für Spitzbuben" - 20.12.2019 05:19 Uhr

Immer wieder verschicken auch in Franken Menschen Geld mit der Post.

15.11.2013 © dpa


Groß ist die Freude beim Empfänger, wenn im Kuvert noch ein Geldschein steckt. Auch NN-Leser Günther Hönig wollte seinem Zeitungszusteller und zwei Bekannten auf diese Weise eine Freude bereiten — und schrieb mit Blick auf die beigefügten 20 Euro noch die Botschaft "Für ein Buch!" dazu. Etwas irritierte Rückmeldungen erhielt Hönig wenig später: Denn die drei Schreiben kamen zwar an, allerdings alle ohne Geld. "Die Briefe wurden geöffnet und dann wieder zugeklebt", berichtete Hönig verärgert. Eine weitere Leserin meldete sich bei der Redaktion und berichtete ebenfalls, dass ihre drei Grußbriefe ankamen – und auch hier ohne das Geld, das sie mitgeschickt hatte. In beiden Fällen war also das Geld futsch.

Zufall? Oder machen sich im Advent vermehrt Langfinger an Briefen zu schaffen? Erwin Nier, Pressesprecher der Deutschen Post, versichert, dass dies Einzelfälle seien. Der Sprecher, der unter anderem für den Bereich Mittelfranken zuständig ist, rät dringend davon ab, Geld per Brief zu schicken. Wenn man dann noch Weihnachtsaufkleber aufs Kuvert gebe oder im Adressfeld schreibe "An das liebe Geburtstagskind", dann ziehe man die Aufmerksamkeit von bösen Mitmenschen auf sich: "Das ist ja geradezu eine Aufforderung für Spitzbuben!"

"Gott sei Dank kommt das nicht oft vor"

Nier schließt nicht aus, dass ab und an auch Mitarbeiter der Deutschen Post Briefe oder Pakete öffnen und Dinge oder Geld in die eigene Tasche stecken. "Gott sei Dank kommt das nicht oft vor", meint er. Der Sprecher berichtet zudem von Profis, die sich mit Spezialwerkzeug an den Briefkästen der Häuser zu schaffen machen und die Briefe an die Privathaushalte klauen.

Was aber tun, wenn das Geld aus dem Kuvert geklaut wurde? Erwin Nier rät, sich beim Kundenservice der Post unter der Telefonnummer 02 28/4 33 31 12 zu melden. Wichtig sei es, genaue Infos zu Absender, Empfänger und zum Postweg zu geben: "Schließlich müssen wir ja die Laufwege verfolgen können. Dann haben wir auch die Möglichkeit, den Dingen in Zusammenarbeit mit der Polizei nachzugehen." Nier ergänzt: "Wir sind dankbar für jeden Hinweis und haben natürlich ein großes Interesse daran, die Fälle aufzuklären."

Der Sprecher empfiehlt, Geld lieber zu überweisen. Eine gute Alternative sei der "Wertbrief": Für ein Porto von rund fünf Euro kann man so sicher Bargeld bis zu 100 Euro oder wertvolle Gegenstände mit einem Wert von bis zu 500 Euro verschicken. Geht die Sendung oder das Geld verloren, haftet in diesem Fall nämlich die Post.

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