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Donnerstag, 25.02.2021

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Hass-Postkarten an Zeitungsverlag: Serientäter nach Jahren gefasst

Der Verdächtige soll die Adressaten beschimpft und bedroht haben - 15.01.2021 10:43 Uhr

Seit 2016 verschickte der Tatverdächtige über 40 handgeschriebene Postkarten und Briefe an verschiedene Empfänger - vorwiegend aus dem Raum Mittelfranken. Offensichtlich wählte er die Adressaten meist aufgrund von Presseberichten und Artikeln aus.

Er beschimpfte die Empfänger nicht nur auf unflätige Weise, sondern beleidigte und bedrohte sie auch massiv. So kündigte er an, verschiedene Geschädigte zuhause aufzusuchen und zu töten. Viele der Schreiben enthielten laut Polizeiangaben einen religiösen Bezug und bösartige antisemitische Äußerungen. Außerdem brachte der 57-Jährige Sympathien für rechtsradikale Attentäter zum Ausdruck. Daher ermittelte das Staatsschutzkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei.

Aufgrund der massiven Drohungen hat die Polizei Gefährdungsanalysen zu den angeschriebenen Personen durchgeführt und in Einzelfällen sogar zeitweise Schutzmaßnahmen veranlasst. Zwar konnte die Spurensicherung der Kriminalpolizei eine mutmaßliche DNA-Spur des Briefeschreibers sichern, sie führte aber zu keinem Treffer in den polizeilichen Datenbanken. Da der Tatverdächtige die anonymen Briefe unregelmäßig und an verschiedene Empfänger verschickt hat, ergaben sich für die Polizei kaum Ansätze zur Klärung der Serie. Der Mann blieb daher vorerst ein Phantom.

Verdächtiger legte Geständnis ab

Intensive kriminalpolizeiliche Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth führten letztlich dazu, dass erst der Wohnort und schließlich auch der Briefeschreiber selbst herausgefunden wurde. Über Jahre hatte sich der Tatverdächtige sicher gefühlt und immer wieder seine Hassbotschaften verschickt.

Am Montag klingelte nun die Kriminalpolizei mit einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Nürnberg bei ihm. Im Rahmen einer anschließend durchgeführten Vernehmung räumte er alle Taten ein. Eine persönliche Beziehung zu den Geschädigten lag in keinem Fall vor.


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jhl

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