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Im Stimmkreis Nürnberg-Süd ist Freller Favorit

Kandidaten anderer Parteien hoffen auf Verdrossenheit mit der CSU - 14.09.2013 19:20 Uhr

Die Direktkandidaten des Stimmkreises Nürnberg-Süd: Karl Freller (CSU), Tilman Kuhl (Grüne), Helga Schmitt-Bussinger (SPD), Laszlo Riedl (FDP), Christian Huber (Freie Wähler) und Florian Betz (Piraten) v.l.n.r.

© Fotomontage: Sabine Schmid


Karl Freller (CSU) hat sein allererstes Landtagsmandat 1982 bekommen. Vier Jahre später gelang es ihm, den Stimmkreis direkt zu erobern. Jetzt tritt er, der zu den gemäßigten, konzilianten, verständigen Kräften in der CSU gerechnet werden darf, schon zum siebten Mal an. Der 57-Jährige ist  inzwischen schon seit 31 Jahren im Maximilianeum vertreten. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Den CSU-Kurs in der Bildungspolitik trägt er mit allem mit, was anderen sauer aufstößt — den Schwenk zu mehr Ganztagsbetreuung hatte er selbst entscheidend mit angestoßen.

Für die SPD geht Helga Schmitt-Bussinger an den Start. Die 55-Jährige, von Beruf Lehrerin, wechselte 1998 aus dem Schulbetrieb in den Landtag. Seit 1979 ist sie Mitglied der SPD, seit 1984 Stadträtin in Schwabach und seit 1998 Landtagsabgeordnete für Nürnberg-Süd/Schwabach. Sie ist verheiratet und hat einen ein Sohn. Ob Mindestlohn, Energiewende, Rente oder  Wohnungsknappheit — mehr Gerechtigkeit ist auch die Sache der Sprecherin der fränkischen SPD-Parlamentarier im Landtag. Einer ihrer Schwerpunkte für die nächste Legislaturperiode: „Nach dem NSU-Untersuchungsausschuss müssen wir dafür sorgen, dass die klaren Konsequenzen auch tatsächlich gezogen werden.“

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Christian Huber (Freie Wähler) aus Schwabach kandidiert als Direktkandidat der Freien Wähler im Stimmkreis Nürnberg-Süd. Huber ist in Schwabach geboren (Jahrgang 1982) und absolvierte eine Ausbildung als Industriekaufmann. Seit Beginn dieses Jahres ist er Betriebsleiter bei der BayWa AG Baustoffe in Dinkelsbühl. Huber plädiert für die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums und unterstützt das Volksbegehren dazu. Er tritt für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ein, und er ist für eine sanfte Energiewende.

Mit dem Einsatz für Kinder und Familie und den Kampf gegen Armut wirbt Tilman Kuhl um Stimmen für sich und die Bündnisgrünen. Der 46-jährige Diplom-Sozialpädagoge weiß, wovon er redet: Seit drei Jahren arbeitet er beim Bezirkssozialdienst des Jugendamtes Fürth. Er selbst lebt in einer sechsköpfigen Patchworkfamilie in Schwabach. Auf der mittelfränkischen Liste seiner Partei steht er auf Platz 8.

Einzelhändler wie Kunden sieht Laszlo Riedl (FDP) durch das noch geltende Ladenschlussgesetz so gegängelt, dass er sich für mehr Freizügigkeit einsetzen will. In Städten wie München oder Nürnberg müsse Einkaufen bis 22 Uhr oder noch länger möglich sein. Der 39-Jährige, der aus Wertheim am Main stammt und vor drei Jahren aus beruflichen wie privaten Gründen nach Nürnberg zog, tritt für die FDP an. Als Pharmareferent pflegt er den Kontakt mit Ärzten in weiten Teilen Mittelfrankens.  Vor vier Jahren hatte er im Wahlkreis Main-Spessart schon einmal für den Bundestag kandidiert. Wie dort ist er jetzt auch in Nürnberg stellvertretender Kreisvorsitzender seiner Partei.

Die Direktkandidaten des Stimmkreises Nürnberg-Süd: Karl Freller (CSU), Helga Schmitt-Bussinger (SPD), Christian Huber (Freie Wähler), Tilman Kuhl (Grüne), Laszlo Riedl (FDP) und Florian Betz (Piraten).

© Fotomontage: Sabine Schmid


Florian Betz tritt für die Piraten an. Der 31-jährige IT-Fachmann aus Röthenbach möchte sich vor allem für eine bessere Bildung einsetzten. Der Begriff Bildung muss seiner Ansicht nach wieder neu definiert werden, weg vom Humankapital und hin zum individuellen Lernziel. Er ist seit 2009 bei den Piraten und unverheiratet.

Weitere Bewerber im Stimmkreis Süd sind Zeki Özkan (Die Linke), Eilin Hermann (ÖDP), Anton Grüner (Republikaner), Gerhard Schelle (NPD), Lars Gerken (Bayernpartei) und Tobias Burkert (Die Franken).

nn/hki

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