In Nürnberg steckt richtig viel Bio

10.2.2012, 19:11 Uhr
Auf ihren Tellern landet vor allem Bio-Qualität: Frank Braun von Bluepingu, Claus Rättich von der Nürnberger Messe und Werner Ebert vom Umweltreferat (v. l.).

Auf ihren Tellern landet vor allem Bio-Qualität: Frank Braun von Bluepingu, Claus Rättich von der Nürnberger Messe und Werner Ebert vom Umweltreferat (v. l.). © Eduard Weigert

Wie viel Bio steckt eigentlich in Nürnberg? „Richtig viel“, sagt Werner Ebert. Er muss es wissen. Denn er ist Projektleiter der BioMetropole und arbeitet außerdem im Umweltreferat der Stadt. Bio bewegt Nürnberg, sagt er. Und zwar mehr Menschen als noch vor ein paar Jahren.

„Damals konnte es einem schon passieren, dass man in der Bio-Gaststätte und im Bio-Laden auf dieselben Menschen getroffen ist“, sagt auch Frank Braun vom Umweltverein Bluepingu. Heute hat Nürnberg die größte Dichte an Bio-Supermärkten, Bio ist aus der Nische raus. „Und wir sind hier deutschlandweit mit führend“, sagt Ebert. Das will die Stadt nun auch zur BioFach-Messe zeigen — und in beide Richtungen eine Brücke schlagen.

Genussführer

Einerseits soll den Messegästen gezeigt werden, was die Stadt in Sachen Bio zu bieten hat. Beispielsweise mit dem Nürnberger Bio-Genussführer von Bluepingu, ein Wegweiser, wo in der Stadt biologische, fair gehandelte und regionale Produkte erhältlich sind. „Die Genussführer sind aber auch für die Bürger, die sich bislang vielleicht noch nicht so sehr mit Bio beschäftigt haben“, sagt Frank Braun. Der Wegweiser zählt immerhin 28 Seiten.

Auch an die ist das Programm gerichtet, das Messe und Stadt nun zum zweiten Mal unter dem Motto „Bio in der Stadt“ auf die Beine gestellt haben. Die Aktionen im vergangenen Jahr waren ein großer Erfolg. Diesmal erwarten Interessierte drei große Ereignisse, angefangen mit einem Vortrag der indischen Wissenschaftlerin Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, am Mittwoch, 15. Februar, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus (anschließende Diskussion unter anderem mit Renate Künast). Im K4 wird einen Tag später der Film „Behind the Label“ über die Hintergründe der Textilindustrie uraufgeführt (19.30 Uhr). Am Freitag, 17. Februar, findet, ebenfalls im K4, um 20 Uhr die BioFach-Party als Abschluss statt.


 

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