Kalenderblatt: Nürnberg vor 50 Jahren, Dezember 1961 - die Bilder

6.12.2011, 07:00 Uhr
Auf den Nanga Parbat sollte es für den Nürnberger Bergsteiger Armin Erdenkäufer gehen. Das Bild zeigt zwei Sherpas an der Gedenktafel für die 1959 getötete Französin Claude Cogan, die Belgierin Claudine van den Straten und die beiden Sherpas Ang Norbu und Chwong.
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30. Dezember 1961: Ein Nürnberger auf dem Weg zum Himalaya

© dpa

Herzlicher Empfang am Bahnhof: die jungen Männer aus Mitteldeutschland freuen sich über die Begrüßung. Von Anfang an gibt es viel zu erzählen.
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29. Dezember 1961: Freiheit war ihr Ziel

© Slevogt

„Ja, was ist denn da drin?“ Alle sechs Flüchtlinge, zwischen denen sich Frau Kath. Wolff und Heinz Volk (zweiter v. re.) niedergelassen haben, blicken auf den Geschenkkarton, der dem 1000. Jugendlichen „von drüben“ gewidmet ist. Siegfried M. „entblättert“ die mysteriöse Schachtel.
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29. Dezember 1961: Freiheit war ihr Ziel

© Friedl Ulrich

Eine neue Anlage für den Paketdienst sollte entstehen. Dort - so plante man - würde der gesamte Nürnberger Pakteumschlag und die -zustellung stattfinden.
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27. Dezember 1961: Eine neue Paketpost vor der Stadt

© Gertrud Gerardi

Aufmerksam lauschen Ehrengäste, Ärzte, Schwestern und Kranke den schönen Gesängen unter dem brennenden Lichterbaum, und durch die Rundfunkanlage wird diese repräsentative und würdige Feierstunde in sämtliche Stationen und in all die vielen Zimmer übertragen . . .
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23. Dezember 1961: Ein Lichtergruß für die Kranken

© Slevogt

. . . wo auch die bettlägerigen Patienten mit teilhaben können an den besinnlichen Gesängen und aufmunternden Ansprachen: so komt auch ein kleiner Glanz in die Stille der einzelnen Krankenzimemr und zu den Menschen, die dieser Tröstung ganz besonders bedürfen.
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23. Dezember 1961: Ein Lichtergruß für die Kranken

© Slevogt

Die Gäste beim Richtfest vor dem wiedererstandenen Behaimbau und dem Giebel des ehemaligen Essenweinbaues, mit denen erneut eine bedeutende Lücke innerhalb des zerstörten Rathaus-Komplexes geschlossen ist. Noch verdecken Stahlrohrgerüste die aus rotem Sandstein (links) und weißem Eltmänner Sandstein (rechts) verkleideten Mauern, die zum größten Teil dem historischen Vorbild getreu wiederaufgebaut wurden. Wieder ein Stück Alt-Nürnberg.
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22. Dezember 1961: Neues Rathaus im alten Gewande

© Ulrich, Slevogt, Albrecht

Im Modell bereits fertig: der Rathauskomplex an Theresienstraße und Fünferplatz. Rechts vorne ist das Krafftsche Rathaus zu sehen, gegenüber der Parkplatz, daneben der Essenweinbau mit dem Behaim-Rathaus. Das Modell ist in der Ausstellung „Nürnberg plant und baut auf“, über die wir an anderer Stelle berichten, zu sehen.
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22. Dezember 1961: Neues Rathaus im alten Gewande

© Ulrich, Slevogt, Albrecht

Beim Umstürzen riß er eine Leuchtsäule und eine Fußgängerampel um.
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21. Dezember 1961: Autodieb fuhr Amok

© Ulrich, Slevogt

das Wrack des gestohlenen Autos, mit dem ein bisher noch nicht ermittelter junger Mann in der Veilhofstraße ins Schleudern geraten war. Weithin sind nahe dem Sebastianspital die Trümmer verstreut. Der Dieb ist scheinbar unverletzt geblieben. Er kroch aus den Trümmern heraus und flüchtete zu Fuß.
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21. Dezember 1961: Autodieb fuhr Amok

© Ulrich, Slevogt

In zwei Außenbezirken der Stadt wurde die Bevölkerung gestern abend und in der Nacht zum Dienstag an die Unannehmlichkeiten der Nachkriegsjahre erinnert: in Ziegelstein und in Eibach war die Stromversorgung bis zu vier Stunden unterbrochen. Das Bild zeigt eine neue 100 kV- Freiluft-Schaltanlage im Großkraftwerk.
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20. Dezember 1961: „Kurzer“ in der Erde

© Ulrich

Zwei Häuschen an Baumstämmen laden ebenso zum Schmause ein...
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19. Dezember 1961: Überall in der Stadt finden sich Futterstellen für große und kleine Vögel

© Ulrich

Von den Brosamen, die auf die Erde fallen, nährt sich dieses Spatzen-Quartett. Gelegentlich schwingen sich aber die Spatzen auch zu den Futterstellen auf, die eigentlich anderen Vögeln vorbehalten bleiben sollen. Man rühmt ihnen nach, ein ausgesprochenes Geschick zu haben, wenn sie zu einem vollen Bauch kommen wollen.
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19. Dezember 1961: Überall in der Stadt finden sich Futterstellen für große und kleine Vögel

© Slevogt

...wie die Kokosnuß, an der gerade eine Kohlmeise pickt.
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19. Dezember 1961: Überall in der Stadt finden sich Futterstellen für große und kleine Vögel

© Ulrich

Hilfe für die armen Vögel: allein im Stadtpark findet sich eine Vielfalt von Futterstellen, die vom Gartenbauamt betreut werden und stets gefüllt sind.
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19. Dezember 1961: Überall in der Stadt finden sich Futterstellen für große und kleine Vögel

© Ulrich

Zwar mit etwas verfrorenen Gesichtern, doch bei bester Laune zogen Burschen, Füchse und Philister buntgemischt und buntbemützt im Zug und Gegenzug – bewundert von vielen „Zaungästen“ – durch die Königstraße. Vielen kalten Füßen zuliebe – und weil es auch sonst dazu gehört – wurde später tüchtig „eingeheizt“
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18. Dezember 1961: Mit bunten Mützen zum traditionellen Thomas-Bummel

© Slevogt

Die Super-Modell-Eisenbahnanlage in der Dachkammer: ein Gewirr von Schienen, die sich überschneiden, baute Werbeleiter A., der an dem selbst konstruierten Transformator arbeitet. Erst in etwa zehn Jahren soll die ausgeklügelte Anlage fertig sein. Dafür ist aber auch alles, vom Schotter bis zu den Fahrzeugen „Eigenbau“ und Stolz des „Konstrukteurs“.
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17. Dezember 1961: Vorfreude auf die Modelleisenbahn

© Ulrich

Den Küchentisch als Arbeitsplatz hat sich Maschinenschlosser S. ausgesucht, der selbst bei der Eisenbahn beschäftigt ist. Eine alte österreichische Lokomotive bastelte er aus Konservendosenblech im Maßstab 1:90. Im Vordergrund eine kleine Lok in der „Größe“ 1:120. Die Anlage rechts ist schon fast fertig. Nun wird die letzte Hand an die Landschaft angelegt.
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17. Dezember 1961: Vorfreude auf die Modelleisenbahn

© Ulrich

Den Küchentisch als Arbeitsplatz hat sich Maschinenschlosser S. ausgesucht, der selbst bei der Eisenbahn beschäftigt ist. Eine alte österreichische Lokomotive bastelte er aus Konservendosenblech im Maßstab 1:90. Im Vordergrund eine kleine Lok in der „Größe“ 1:120. Die Anlage rechts ist schon fast fertig. Nun wird die letzte Hand an die Landschaft angelegt.
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17. Dezember 1961: Vorfreude auf die Modelleisenbahn

© Ulrich

Die Bundeswehr bei Tage besehen: die Rekrutenkompanie ist zur Besichtigung angetreten; Bataillonskommandeur Major Klaus Becker (erster vor der Front) begrüßt die Soldaten und nimmt sie gleich darauf „unter die Lupe“, ob alles vorschriftsmäßig ist.
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16. Dezember: Am Anfang war - nur ein Major

© Ulrich

Soldatenleben am Abend: wer nicht ausgehen will, vergnügt sich in der Kasernen-Kantine. In fröhlicher Runde sitzen die Männer beim Bier. Manche tun sich aber auch auf ihren Stuben zusammen, um einen „Schafkopf“ zu klopfen oder über den Büchern der Fahrschule zu büffeln.
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16. Dezember: Am Anfang war - nur ein Major

© Ulrich

Geruhsamer Ausklang eines arbeitserfüllten Tages: die Männer stehen vor der Theke des Speisesaales und fassen ihren Tee, der einen festen Bestandteil des Abendessens darstellt. Die Mahlzeiten sind bei der Bundeswehr reichlich und sättigen auch anspruchsvolle Esser.
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16. Dezember: Am Anfang war - nur ein Major

© Ulrich

Nach dem 1. Weltkrieg dienten diese Baracken vielen bedürftigen Menschen als Unterkunft, die jetzt fast alle ihre Notbehausungen gegen Neubauwohnungen eintauschen konnten.
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15. Dezember 1961: Ende der Notsiedlung

© Ulrich

Mit seinem neuen Wahrzeichen – der riesigen Uhr – prangt jetzt der Turm von St. Ludwig.
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14. Dezember 1961: Turmuhr für St. Ludwig

© Ulrich, Slevogt

Wie es in dem „Gehäuse“ einer Turmuhr aussieht, erklärt (rechts), gerade Uhrenbaumeister Riedl dem Mesner, der aufmerksam zuhört.
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14. Dezember 1961: Turmuhr für St. Ludwig

© Ulrich, Slevogt

Das neue Haus bringt auch den Schwestern viele Erleichterungen: in einem Gerät werden die Speisen, die bereits auf die Platten verteilt sind, aufgewärmt, so daß das Essen frisch und warm an die Betten der Patienten kommt.
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13. Dezember 1961: Alltag im Ypsilon

© Gerardi

In der Zentralsterilisation im Keller werden Wäsche und Instrumente gereinigt und für neue Operationen gerichtet.
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13. Dezember 1961: Alltag im Ypsilon

© Gerardi

die Gruppe der Ärzte und Schwestern bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit im Saal A, in dem eine Vielzahl von Instrumenten und Geräten aufgebaut ist.
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13. Dezember 1961: Alltag im Ypsilon

© Gerardi

Das Künstlerhaus am Königstor von vorne.
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© Archiv

Die neue Himmelfahrtskirche in Buchenbühl mit ihrer interessanten Architektur: die Dreiecksform, der sich der Architekt als Stilmittel bedient hat, kehrt immer wieder, wie dieses Bild veranschaulicht: sie gibt dem Kirchenraum ebenso das Gepräge wie dem Dach und der Eingangshalle. Die Kirche mit den „offenen Armen“ steht im Mittelpunkt des Vorortes Buchenbühl und faßt die alten und neuen Teile der Siedlung zusammen. Der ummauerte Vorhof, der im Vordergrund zu sehen ist, soll den Gläubigen zu einem kurzen Verharren einladen, damit er die Hast und die Unruhe des Alltags vor dem Gotteshaus abstreifen kann.
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10. Dezember 1961: Eine Kirche im Dreieck

© Gerardi

Ein imposantes Bild: gerade braust ein Zug, vollgepackt mit weihnachtlichen Liebesgaben, aus dem Postladebahnhof ab. An den übrigen Gleisen wird noch fest gearbeitet, um die langen Reihen hochbeladener Handkarren zu entleeren.  Ein genaues Programm muß dabei eingehalten werden, damit kein verhängnisvoller Karton-Stau eintritt, vor dem sich schließlich keine noch so arbeitsfreudige Helferschar retten könnte. Das Förderband (im Vordergrund) schleust gerade vielkantige Pakete, die aus Nord und Süd zum Weitertransport in Nürnberg eingetroffen sind, auf die Beschreiberbühne, damit sie ihr neues „Ziel-Zeichen“ erhalten und schnell wieder auf einen anderen Zug verladen werden können.
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9. Dezember 1961: Die Schleuse der Liebesgaben ist geöffnet . . .

© Gerardi

Diese Gebäude in der Adlerstraße werden niedergerissen, weil ein großzügiger Bankneubau entsteht. Allerdings wird die Fassade des Hauses mit dem hübschen Erker (links) wiedererstehen, denn sie verkörpert ein Stück des alten Nürnberg und gehört zum vertrauten Straßenbild. Das Nachbargebäude, das bis heute abend Sitz der Deutschen Bank ist, hingegen ersteht in neuer Gestalt. – Die Maßwerkgalerie (rechts), die dem großen Meister Adam Kraft und seinen Gesellen zugeschrieben wird, erhält einen würdigen Platz im künftigen Haus.
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8. Dezember 1961: Ein neues Viertel in der Altstadt

© Gerardi

7. Dezember 1961: Beim Valznerweiher liegt viel Gelände brach.
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7. Dezember 1961: Beim Valznerweiher liegt viel Gelände brach

© Mader

Die ersten Arbeiten haben bereits in der Nacht begonnen: unser Bild zeigt, daß der Waggon schon wieder ein Stückchen hochgedreht worden ist.
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6. Dezember 1961: Bahnhof Doos: D-Zug entgleiste

© Slevogt, Ulrich

Umgestürzt liegt der letzte Wagen des D-Zuges zwischen den Gleisen der Strecke Nürnberg-Fürth. Er war noch ein bißchen über die Weiche weggerollt und dann von den Schienen abgekommen. Der Hilfszug (links im Hintergrund) steht schon bereit.
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6. Dezember 1961: Bahnhof Doos: D-Zug entgleiste

© Slevogt, Ulrich

Diese Stöße sortierter Briefe, die ein Helfer im Briefpostamt dem Stempelbeamten zureicht, sausen in Sekundenschnelle durch die neueste Stempelmaschine.
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5. Dezember 1961: 1400 in jeder Minute

© Slevogt, Harrer

Deutlich ist das breite Gummiband zu erkennen, das die einzelnen Briefe erfaßt, an der Stempelrolle rechts vorbeischiebt und vorne wieder aufreiht.
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5. Dezember 1961: 1400 in jeder Minute

© Slevogt, Harrer

Welch ein Unterschied dazu: das kleine, aus den ersten Nachkriegsjahren stammende Notkirchlein, vor dem sich nun die Geistlichen zum Einzug in das neue, große Gotteshaus formieren.
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4. Dezember 1961: Eine Gemeinde aus 14. Nationen

© Slevogt

Dichtgedrängt stand die Langwasser-Gemeinde beim Einweihungsgottesdienst vor dem Altar im Chorraum der Paul-Gerhardt-Kirche, der dem Raum durch farbige Glasfenster feierliche Stimmung gibt. Auf den Altarstufen Oberkirchenrat Dr. Giegler und Dekan Kelber.
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4. Dezember 1961: Eine Gemeinde aus 14. Nationen

© Slevogt

Das Schlupfloch aus dem Käfig ist offen – und die weiße Katzendame aus einem sowjetzonalen Zwinger möchte schon ins Freie schlüpfen, aber das Türchen wurde wenige Sekunden später schon wieder heruntergelassen.
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3. Dezember 1961: Die schönsten Katzen unter sich

© Slevogt

Wohlig träumt die rotgestromte Vertreterin der Angoras vor dem Pappteller mit kleingehacktem, rohem Pferdefleisch; ein Teil ihres Fells hängt im Napf.
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3. Dezember 1961: Die schönsten Katzen unter sich

© Slevogt

Sie scheint gar nicht so begeistert von der „Untersuchung“ auf dem blankpolierten Tisch – aber die Jury will's von der weißen Kätzin genau wissen, was sie für Äuglein hat. Und federführend bewährt sich hier als spezielle Kennerin Madame Ravel aus Paris.
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3. Dezember 1961: Die schönsten Katzen unter sich

© Slevogt

Langgestreckt liegt vor der Waldkulisse an der Strehlener Straße in Langwasser die neue Volksschule. Die beiden Hauptbauten sind im Vordergrund rechts sehr deutlich zu erkennen.
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2. Dezember 1961: Neue Bauten für Volksschüler und Studenten

© Slevogt

Über einem weiteren Millionen-Bauprojekt des Ohm schwebt seit gestern der Richtkranz. In diesem imposanten sechsgeschossigen Neubau werden bald künftige Elektrotechniker und Maschinenbauer zu Hause sein und ihren Unterricht genießen.
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2. Dezember 1961: Neue Bauten für Volksschüler und Studenten

© Slevogt

Wenn die Maria auch mit dem eifrigen Zeigefinger nicht mehr weiter buchstabieren kann, hilft der große Bruder, der schon viel besser Deutsch spricht. Hier sitzen sie ausnahmsweise – zu Photozwecken – einmal nebeneinander; sonst ist Maria in der anderen Reihe bei den Mädchen. Ihr Bruder besucht übrigens die Klasse nur gastweise, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern und seiner kleinen Schwester beim Unterricht hilfreich „ unter die Arme zu greifen“. Sonst besucht José bereits die 5. Klasse.
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1. Dezember 1961: Maria und José auf der Schulbank

© Slevogt

Ein Herz und eine Seele sind José und sein „Nebenmann“ aus der ersten Klasse: noch beim Verlassen des Schulhauses halten sie sich bei der Hand. Sicher wird José seinem neuen Nürnberger Freund viel Interessantes aus seiner Heimatstadt Madrid erzählen. Hinter ihnen die kleine Maria.
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1. Dezember 1961: Maria und José auf der Schulbank

© Slevogt

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