Über 200 Teilnehmer

Klares Signal in Altenfurt: Der Kapellenplatz darf nicht verkauft werden

18.3.2022, 15:51 Uhr
Mit Abstand bekundeten die Teilnehmer ihre Nähe zur Rundkapelle.

© Johannes Anderl/privat Mit Abstand bekundeten die Teilnehmer ihre Nähe zur Rundkapelle.

Für die Veranstalter war die jüngste Aktion "Rettet den Kapellenplatz" ein voller Erfolg: Etwa 200 Menschen demonstrierten für den Erhalt des Altenfurter Kapellenplatzes.

Für viele Bürger im Nürnberger Südosten ist der Leonhard-Übler-Platz mit der romanischen Rundkapelle ein Stück Heimat. Anfang 2021 wurden Verkaufspläne bekannt. Nach massiven Protesten aus der Bevölkerung ruderte die katholische Kirchenstiftung zurück und erklärte, zumindest die Kapelle bleibe im kirchlichen Besitz.

Lösung ist in Sicht

Doch die Zukunft des über 8000 Quadratmeter großen Areals mit Parkanlage, Weiher, dem historischen Herrensitz und weiteren Gebäuden blieb weiter ungewiss. Nun zeichnet sich eine Lösung ab: Die Stadt Nürnberg könnte das Areal erwerben und an den neu gegründeten Trägerverein Kapellenplatz Altenfurt verpachten.

Das Ensemble darf nicht aus der Hand gegeben werden, finden die Teilnehmer. Es liegen bereits Konzepte vor, wie das gelingen kann.

Das Ensemble darf nicht aus der Hand gegeben werden, finden die Teilnehmer. Es liegen bereits Konzepte vor, wie das gelingen kann. © Johannes Anderl/privat

Aber woher nimmt der Verein das Geld? Claus Schmid, der Vorsitzende, präsentierte verschiedene Ideen, mit denen Einnahmen für Unterhalt und Sanierung generiert werden können: eine kleine Gastronomie, verschiedene Feste, der Platz und der historische Rokokosaal als Ort für Familienfeiern und Kulturveranstaltungen.

Landtags-Vizepräsident Karl Freller und Altbürgermeister Klemens Gsell machten den Bürgern Mut, diese Pläne fortzuführen. Der Kapellenplatz hat schließlich nicht nur eine kirchliche Bedeutung. Er ist eine grüne Oase in der Stadt, in der sich Menschen aus der gesamten Bevölkerung gerne treffen.

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