Montag, 23.11.2020

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Kunde wollte im Friseursalon nicht zahlen - und schlug auf Polizisten ein

Sechs Beamte brachten den rabiaten 29-Jährigen schließlich unter Kontrolle - 29.10.2020 15:33 Uhr

Der 29-Jährige nahm Mittwochnachmittag in einem Salon in der Ludwigstraße auf einem Friseur-Sessel Platz und ließ sich einen Haarschnitt verpassen. Als der Mitarbeiter des Salons fertig war und es ans Zahlen ging, schüttelte der Kunde den Kopf: "Er gab dem 40-jährigen Angestellten des Salons zu verstehen, dass er kein Geld dabei habe und ohnehin nicht vorhatte, für die erbrachte Leistung zu zahlen", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Der geprellte Friseur rief daraufhin die Polizei.

Im Salon verbarrikadiert

Als eine Streife der Inspektion Mitte kam, hatte sich die Szene bereits vor die Türe des Geschäfts verlagert. Der Beschuldigte verhielt sich laut Polizei gegenüber den Beamten so aggressiv, dass eine weitere Streife angefordert wurde. Als die vier Einsatzkräfte nun die Personalien des Mannes feststellen wollten, verbarrikadierte sich der 29-Jährige im Salon und hielt von innen die Türe zu. Erst als es dem Angestellten gelang, den Beschuldigten von der Türe wegzuschieben, kamen die vier Beamten in den Salon.

Nach Angaben der Polizei attackierte der Beschuldigte dann die Einsatzkräfte. Einem 25-jährigen Polizisten trat der rabiate Mann mehrfach in den Unterleib. Ihn und einen 27-jährigen Kollegen verletzte er auch an der Hand. Eine Polizistin erlitt beim Versuch der Festnahme eine Verletzung am Knie.

Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag

Doch der Mann ließ sich nicht beruhigen. Schließlich eilten Kräfte des Unterstützungskommandos-Mittelfranken (USK) in den Salon. Erst unter massivem Kraftaufwand brachten die Beamten den 29-Jährigen unter Kontrolle und nahmen ihn fest.

Der Beschuldigte muss sich jetzt wegen Betrugs, Widerstandes gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte gegen den Mann Haftantrag. Der 25-jährige Polizist wurde nach dem Einsatz in einer Klinik behandelt. Er ist bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig.


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bro

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