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Kunstsupermarkt zieht für drei Tage bei Quelle ein

"supermART": Mixtur aus Kunst, Musik und Mode - 31.05.2014 11:00 Uhr

Beim "supermART" gibt es vieles rund um das Thema Kunst zu kaufen.

30.05.2014 © Günter Distler


„Unser Anspruch war es von Anfang an, Kunst gängiger zu machen und für ein breites Publikum zu öffnen“, so Laurentiu Feller. Der 37-jährige Galerist, der seit zehn Jahren den Gostenhofer „Raum für zeitgenössische Kunst“ betreibt, veranstaltet bereits zum vierten Mal diese Galerie der etwas anderen Art.

„Jeder kann Kunst kaufen“, so das Credo des, wie er findet, „ultimativen Kunstevents“. Der Gedanke funktioniert, wie der Name schon verrät, nach dem Supermarkt-Prinzip: Kunsterzeugnisse verschiedenster Couleur werden für den Preis von maximal 250 Euro angeboten. Ob aus bereits namhafter oder bislang völlig unbekannter Hand geschaffen, ist dabei vollkommen egal.

Bilderstrecke zum Thema

Mixtur aus Kunst, Musik und Mode: Verkauf im "supermART"

Der supermART findet zum vierten Mal statt und bezieht diesmal Räume im 1. Stock des Quelle-Areals. Auf knapp 5000 Quadratmetern bieten 80 Künstler bis 1. Juni ihre Werke an.


Potpourri "verschiedenster Gattungen"

„Wir hatten 2014 rund 120 Bewerber, aus denen Marco Wegfahrt und ich etwa 80 Künstler ausgewählt haben.“ Ziemlich subjektiv, aber man habe „versucht, nicht allzu streng zu sein“, sagt der Galerist schmunzelnd. Auf stolzen 5000 Quadratmetern im Areal der ehemaligen Quelle findet sich nun ein buntes Potpourri „verschiedenster Gattungen ohne bestimmtes Profil“. Holz, Glas, Fotografie, Siebdruck, Öl – von sehr groß bis miniklein ist so ziemlich alles vorhanden. Dominierend allerdings ist „alles, was man sich an die Wand hängen kann“. Klar: So eine vier Meter hohe Schnitzerei passt weder in den Einkaufswagen noch aufs Kassenfließband, die für den SupermART typisch sind.

Pro Künstler dürfen drei Meter Wand bestückt werden. Erstmalig mit dabei sind neben den hiesigen Teilnehmern (Dan Reeder, Harri Schemm, Evi Kuper & Co.) auch einige Gäste von außerhalb der Region. Ein Trend? „Keinesfalls, der SupermArt ist und bleibt eine Nürnberger Geschichte“, verspricht Feller.
Die Nürnberger Burg in blauem Plexiglas gefangen, bunt verzierte Jutetaschen, aufregende Volksfest-Szenarien oder Arbeiten aus Holz und Glas – was gefällt, darf, zumindest symbolisch, in den Einkaufswagen gepackt und gesichert werden. Die Zahlung erfolgt ganz Supermarkt-like in bar oder mit EC-Karte. Einzige Einschränkung: „Ein Umtauschrecht gibt’s natürlich nicht!“, so Feller.

Aber umtauschen ist ohnehin nicht angeraten, schließlich weiß man nie, ob man nicht den nächsten großen Star für kleines Geld ergattert hat. Wer eh nicht kaufen, sondern nur gucken mag, dem sei das Rahmenprogramm ans Herz gelegt: Jeden Tag gibt es DJs (keine Bange, nur so als Hintergrundbetüdelung), Live-Performances zwischen Malerei und „Knitting“ und am Sonntag eine Modenschau, bei der unter anderem der Secondhand-Shop „Vinty’s“ ausgefallene Teile präsentiert und live vor Ort die Modestrecke „Dr. Model & Mr. Freak“ des Szenemagazins „curt“ produziert wird. Eintritt? Frei!

SupermART, bis 1. Juni, Quelle (1. Stock), Fürther Straße 205, Sa. 14-1, So. 14-19 Uhr

Bilder von der Veranstaltung finden Sie am Wochenende auf nordbayern.de.

Ein kurzer Videoclip vermittelt ein paar Impressionen vom supermART 2013:

 

Katharina Wasmeier

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