Donnerstag, 26.11.2020

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Maskenverweigerer: Polizei plant heute Großkontrolle in Franken

Schwerpunktaktion ist Teil einer bayernweiten Offensive - 23.10.2020 08:02 Uhr

Unter anderem in der Nürnberger Fußgängerzone gilt die Maskenpflicht auch im Freien.

17.10.2020 © Roland Fengler, NNZ


Die Schilder sind schlicht gehalten. Ein Piktogramm zeigt einen Mann mit Maske, zwischen zwei Silhouetten und zwei Pfeilen steht in roter Schrift "1,5 m". Rund 500 solcher Hinweistafeln will die Stadt im Nürnberger Zentrum sowie in der Südstadt anbringen. Sie sollen klar signalisieren: Hier gilt eine strikte Maskenpflicht. Zumindest dann, wenn der Wert der Neuinfektionen entsprechend hoch ist. Seit Dienstag steht die sogenannte Corona-Ampel für Nürnberg wieder auf Rot - und die Stadt ist zu Maßnahmen gezwungen.

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Die Maskenpflicht ist dabei nur ein Hebel, den die Verwaltung dabei in Bewegung setzt. Bereits am Wochenende kündigte die Polizei verstärkte Kontrollen rund um die Fußgängerzone an. "Wir werden mit Augenmaß vorgehen", sagte Elke Schönwald vom Präsidium Mittelfranken. "Die Polizei wird die Leute erst einmal informieren und belehren."


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Bislang 25.000 Verstöße in Bayern geahndet

Für den heutigen Freitag (23. Oktober) hat das Bayerische Innenministerium jetzt eine landesweite Schwerpunktkontrolle zur Einhaltung der Maskenpflicht angekündigt. Zwischen 7 und 22 Uhr werden Streifen besonders Maskenverweigerer ins Visier nehmen. Bei einer ersten Kontrollaktion Mitte August habe man 3000 Verstöße innerhalb eines Tages festgestellt, so das Ministerium. Grund genug, die Offensive zu wiederholen.

Nürnberg auf Stufe Rot: Stadt bereitet neue Corona-Maßnahmen vor

"Wir müssen alles unternehmen, um die sprunghafte Ausbreitung des hochgefährlichen Virus einzudämmen und gleichzeitig einen Lockdown zu verhindern", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Samstag. Gerade das Tragen der Maske sei dabei essenziell. "Leider sind nicht alle vernünftig genug, das zu kapieren." Bei Verstößen gegen die in Bayern geltende Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung drohen Bußgelder von mindestens 250 Euro. Im Freistaat habe man bislang insgesamt 25.000 Delikte geahndet.

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tl

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