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Mitten im Hochsommer: Lebkuchenproduktion startet durch

Hersteller wollen für das Weihnachtsgeschäft gewappnet sein - 06.08.2019 05:39 Uhr

Die Nürnberger Lebkuchenhersteller gehen wieder in die Vollen. Lebkuchen Schmidt hat bereits im Juli auf einen Drei-Schicht-Betrieb umgestellt. © Roland Fengler


Lebkuchen Schmidt hat bereits im Juli auf den Drei-Schicht-Betrieb umgestellt. Seitdem wird das süße Gebäck in der Zollhausstraße laut Pressesprecher Andreas Hock an sechs Tagen in der Woche rund um die Uhr hergestellt.

Während viele Verbraucher den Eindruck haben, dass die weihnachtlichen Backwaren jedes Jahr früher in den Regalen stehen, stellt Hock klar, dass Lebkuchen Schmidt die Produktion stets im Juli hochfährt. "Wenn der Handel nichts verkaufen würde, würde er auch nicht bestellen", ist sich Hock sicher. Der offizielle Saisonstart mit diversen Aktionen und Angeboten erfolgt wie gewohnt am ersten Samstag im September.

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Anders als Lebkuchen Schmidt hat sich "Witte Spezialitäten" wie in den Vorjahren auch im Juli eine Pause gegönnt und startet im August voll durch. Auf Hochtouren läuft die Produktion dann ab September, wenn das Familienunternehmen sein komplettes Sortiment im Angebot hat. Bis dahin können Fans des süßen Gebäcks mit Sommer-Lebkuchen die heiße Zeit überbrücken. Seit diesem Jahr verkauft Witte in der Gründlacher Straße in Fürth und in der Filiale in Diepersdorf erstmals auch selbst hergestelltes Eis.

Saisonkräfte im Einsatz

In der Wilhelm-Marx-Straße im Nürnberger Stadtteil St. Johannis liegt ebenfalls Lebkuchenduft in der Luft. Die Firma Fraunholz produziert das ganze Jahr über Elisen-Lebkuchen und Feingebäck, wie Sonia Kubicka, die Assistentin der Geschäftsführung, bestätigt. Ab August legt das Unternehmen eine Schippe drauf. Schon jetzt kommen zusätzliche Saisonkräfte zum Einsatz, bevor es für das in nunmehr vierten Generation geführte Unternehmen in die heiße Phase geht.

In der Bäckerei, Konditorei und Lebküchnerei Düll in der Mathildenstraße können Kunden das ganze Jahr über Lebkuchen einkaufen. Die Weihnachtssaison wird in diesem Jahr am 27. August eingeläutet. Von da an backt der Traditionsbetrieb auch täglich frische Plätzchen nach alten Rezepten.

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Und wie sieht es in den Regalen der Discounter und Supermärkte aus? Aldi Süd wird nach Firmenangaben ab Mitte September mit dem Verkauf von typischen Weihnachtsartikeln wie Lebkuchen, Baumkuchen, Butter-Mandel-Stollen und Butter-Spekulatius beginnen. Erste Schokoladen-Weihnachtsmänner und Adventskalender bietet das Unternehmen ab Ende Oktober an. Der Verkaufsstart der verschiedenen Weihnachtsprodukte findet schrittweise statt.

Es kommt auf die Kunden an

"Bei der Festlegung des Verkaufsstarts von Weihnachtsartikeln orientieren wir uns an der Nachfrage unserer Kundinnen und Kunden, die vielfach bereits vor September auf diese Produkte warten und sich auch in unseren Filialen danach erkundigen", erklärt Aldi Süd.

 

Von einem immer früheren Saisonstart, wie er in den Medien häufig suggeriert werde, könne zumindest bei Edeka keine Rede sein. Stattdessen liefert das Unternehmen nach eigenen Angaben ab der Kalenderwoche 36/37, also frühestens ab dem 2. September, seine Ware über seine Großhandelslager und unabhängig von der Wetterlage aus. Da die Edeka-Gruppe genossenschaftlich organisiert ist, sei jedoch nicht auszuschließen, dass selbstständige Kaufleute schon früher Adventsgebäck anbieten.

Erfahrungsgemäß beginne die Nachfrage nach ersten vorweihnachtlichen Artikeln bereits im Herbst. Edekas absatzstärkster Monat für Lebkuchen und Weihnachtsgebäck ist laut Unternehmensangaben der November.

Der Discounter Norma startet wie in jedem Jahr Anfang September mit dem Verkauf seines Goldora-Lebkuchensortiments. "Die Erfahrungen zum Kaufverhalten unserer Kunden sowie die Verkaufszahlen belegen, dass dies der optimale Zeitpunkt ist", heißt es vonseiten des Unternehmens. Die "klassischen" Weihnachtsartikel - wie zum Beispiel der Schokoladen-Weihnachtsmann - kommen dann erst einige Wochen später in die Norma-Filialen.

 

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