Nach fünf Jahren Planung: Neue Konzerthalle wird vorerst nicht gebaut

17.11.2020, 12:44 Uhr
So sollte der Bau am Luitpoldhain aussehen.

So sollte der Bau am Luitpoldhain aussehen. © Johannes Kappler Architektur

"Corona hat uns unglaublich schwer getroffen", sagte Bürgermeister König. Bei 200 Millionen Euro habe die aktuelle, überarbeitete Planung für die Kosten des Konzerthauses gelegen. 100 Millionen Euro hätte, so König, die Stadt Nürnberg aufbringen müssen. Das sei in der jetzigen Situation nicht machbar, weshalb man dem Stadtrat ein "Moratorium" vorschlagen werde.


Empörung über Aus für Konzerthaus.


Das bedeutet: Bis auf weiteres sind die Planungen gestoppt. "Eine Pause in der Entwicklung", nennt es Kulturbürgermeisterin Julia Lehner. Allerdings wollten Lehner und König keinen Zeitpunkt für eine eventuelle Wiederaufnahme der Planungen nennen. Alles hänge von der Haushaltslage ab - und damit von der Corona-Entwicklung.

Gegenwind von Naturschützern

Die Konzerthalle ist nicht das erste Bauprojekt der Stadt Nürnberg, das verschoben oder abgesagt werden musste. Die Corona-Krise bremst die Wirtschaft und hat sinkende Steuereinnahmen zur Folge. Auf einen Haushalt für das kommende Jahr haben sich CSU und SPD bereits geeinigt.

Die Planung für die neue Konzerthalle im Luitpoldhain begann bereits vor fünf Jahren. Schon seit Beginn bekam der Stadtrat sowie die kommunale Konzerthaus-Kommission Gegenwind von Naturschützern. Die Grünen im Stadtrat und der Bund Naturschutz gingen entschieden gegen den Bau vor, da 200 Jahre alte Bäume hätten weichen müssen.

Die Diskussion um den Bau hat nun allerdings ein Ende. Trotz bereits ausgereifter Planung des Architekturbüros und auch ein Entgegenkommen mit Neupflanzungen scheitert das Projekt wegen zu geringen finanziellen Mitteln.

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