Nächtliche Randale: USK-Einheiten umstellen Asylheim

28.2.2017, 11:52 Uhr
USK-Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz.

USK-Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz. © Zink

Wie Polizeisprecher Bert Rauenbusch bestätigte, mussten mehrere USK-Einheiten ausrücken, um weitere Gefahren abzuwenden. "Wir haben den Einsatz hochgefahren und praktisch das Gebäude abgeriegelt", erklärte der Pressesprecher der Polizei Mittelfranken.

Grund für den Großeinsatz war eine Auseinandersetzung, die in der Nacht eskaliert war. Ein 24-jähriger Bewohner hatte zunächst einen "Streit mit einem 29-Jährigen angezettelt". Dabei kam es offenbar zu einer Körperverletzung. Polizisten hatten daraufhin den stark betrunkenen Mann nachts um zwei Uhr in Gewahrsam genommen.

Nachdem dieser sich beruhigte, konnte er in den Morgenstunden wieder entlassen werden. Sofort danach begab er sich allerdings zu seiner Unterkunft und randalierte dort erneut. Dabei soll nach Auskunft des Sicherheitsdienstes auch ein Messer im Spiel gewesen sein. Angeblich bedrohte der 24-Jährige damit mehrere Mitbewohner.

Vernehmung dauert an

Bei der Durchsuchung fanden die Polizeikräfte den Verdächtigen dann in einem Zimmer, allerdings ohne die Waffe. Es wurde auch niemand verletzt. Warum es genau zu dem Krach gekommen ist, muss die Polizei jetzt erst klären. Das Motiv sei noch unklar, zumal die Bewohner kein Deutsch sprechen würden, sagte Rauenbusch. Zur Zeit wird der Mann mit Hilfe eines Dolmetschers vernommen und mehrere Zeugen gehört.

Während des Einsatzes war es erforderlich, die Vogelweiherstraße kurzfristig für den Verkehr zu sperren. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. An dem Einsatz waren Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Einsatzhundertschaften Mittelfranken, zwei Diensthundeführer sowie Nürnberger Polizisten beteiligt.


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