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Neue Corona-Maßnahmen: Landwirtschaft sieht sich gerüstet

Bauernverband Nürnberg sieht keinen Nachholbedarf - 27.07.2020 18:11 Uhr

Die neu verkündeten Corona-Maßnahmen betreffen vor allem die Landwirtschaft und stoßen auf unterschiedliches Echo.

03.05.2012 © Hagen Gerullis


Für die Landwirtschaft hat der bayerische Ministerpräsident die Corona-Maßnahmen nun noch einmal verstärkt. Jochen Loy vom Bayerischen Bauernverband Nürnberg sieht für die Metropolregion aber keinen Nachholbedarf. "Wir haben einen hohen Standard für die Unterbringung der Erntehelfer." Eine solche Größenordnung wie im Corona-Hotspot Mamming mit rund 500 Arbeitern gebe es hier nicht.

Unmut bei den Bauern

Bis zu 3500 ausländische Hilfskräfte arbeiteten insgesamt in der Region, erklärt der Geschäftsführer. Da es sich in der Region zumeist um Familienbetriebe mit kleiner Anbaufläche handele, beschäftigten sie meist nicht mehr als sechs Personen. Diese seien oft in einer Pension oder in einem Anbau mit Zimmer und Kochnische untergebracht.

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Aktuelle Google-Bewegungsdaten zeigen genau, wie das Coronavirus und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen das Verhalten der Menschen verändert haben. Durch die Vielzahl der Google-Nutzer ermöglichen die Daten ein zuverlässiges Bild und lassen erkennen, wie viel seltener sich die Menschen an Bahnhöfen, an ihrem Arbeitsplatz und in Läden aufhalten - und wie viel häufiger in ihren eigenen vier Wänden. Besonders groß im Vergleich zu den anderen Bundesländern war in Bayern der Rückgang im Bereich Handel und Freizeit.


Die Landwirtschaft werde laut Loy gerade für alles Mögliche verantwortlich gemacht. Grünenpolitikerin Renate Künast etwa sagte im Bundestag: "Der Grund für die Pandemie ist die falsche Art und Weise, wie wir unsere Nahrungsmittel produzieren, Landwirtschaft betreiben und mit der Umwelt umgehen." Das sorgte für Unmut bei den Bauern. "Das ist eine Frechheit!", so Loy. Dabei habe es in der Region keinen Coronafall in der aktiven Landwirtschaft gegeben.

Corona-Tests – allerdings freiwillig und für Reisende – gibt es nun auch an Flughäfen. Diese Möglichkeit haben seit Samstag, seitdem die Teststationen in Nürnberg und München errichtet wurden, rund 1500 Menschen genutzt. Ist man zufrieden mit den Zahlen? Es sei gut um jeden Einzelnen, der sich testen lässt, erklärt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Gesundheitsminister Jens Spahn will Rückkehrer aus Risikogebieten nun generell zu einem Test verpflichten lassen. Dann müssten Reisende laut Gesundheitsministerium auch mit Wartezeiten rechnen. Auch deshalb sieht sich der Flughafen Nürnberg veranlasst zu betonen, dass das Testangebot nur für Fluggäste gilt. Mancher Nicht-Reisende nutzte die Möglichkeit bereits aus.


Corona in Nürnberg und der Region: Das ist der aktuelle Stand


Auch am Bahnhof Nürnberg sollen bald Corona-Tests möglich sein. "Wir suchen gerade nach Räumen und Möglichkeiten", erklärt ein Sprecher der Deutschen Bahn. Die Frage, wie genau die Tests abgewickelt werden sollen, sei Aufgabe des Freistaats. "Wir helfen aber gerne bei allem, was Mobilität sicherer macht."

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