Neue Nürnberger Eisarena soll hinter dem Z-Bau entstehen

12.2.2019, 05:55 Uhr
Hier soll die neue Eisarena für Nürnberg entstehen.

Hier soll die neue Eisarena für Nürnberg entstehen. © Timo Schickler

Die Stadt benötigt dringend zusätzliche Eiszeiten, weil das Interesse für Eishockey, Eistanz und Eislauf stetig steigt. Die Arena Nürnberger Versicherung platzt aus allen Nähten. Mit den Betreibern des Eisstadions ist die Verwaltung in Gesprächen, wie eine neue Halle zu finanzieren ist.

Die Brachfläche an der Tiroler Straße hat die Stadt zu ihrem neuen Standort für eine solche Halle auserkoren. Drei Eisflächen sollen in die Sportstätte passen, die Nebenräume — Umkleiden, Besprechungsräume und mehr — sollen wohl darüber gebaut werden, verrät Klemens Gsell, Sportbürgermeister (CSU) der Stadt Nürnberg. Die Stadt will so ein Problem lösen: Die Arena Nürnberger Versicherung platzt aus allen Nähten. Der Eisbedarf für Vereine, Schulen und öffentlichen Eislauf hat sich in den vergangenen 17 Jahren verdoppelt, die Arena aber kann keine zusätzlichen Eiszeiten mehr zur Verfügung stellen.


Stadt bestätigt: Neue Eishalle für Nürnberg geplant


Deswegen muss sich die Stadt nun so schnell es geht mit dem Betreiber der Arena Nürnberger Versicherung einig werden: der Firmengruppe Max Bögl. Die soll auch die neue Eishalle hinter dem Z-Bau betreiben — beziehungsweise muss. Der Grund dafür ist die Vereinbarung, die die Stadt beim Bau der Arena getroffen hat. Die Kommune hat das Eisstadion mitfinanziert. Dafür hat die Stadt Belegungsrechte, die sie voll ausschöpft. Die neue Halle aber muss mit demselben Betreiber erarbeitet werden, eine Konkurrenzsituation kann die Stadt aufgrund ihres Vertrags mit der Arena Nürnberger Versicherung nicht schaffen.

 

Die Zeit drängt, denn: "Der Nürnberger Sportlandschaft fehlt eine Halle für Spitzensport im Bereich Ballsport", heißt es in einem Antrag der SPD. Die Sozialdemokraten verlangen nach einem Masterplan "Zukunft der Sportinfrastruktur", in dem es auch um die Eishalle, das Velodrom in Langwasser und das Kletterzentrum des DAV gehen soll.

Die Ballsporthalle ist eng mit der Eisarena verbunden. Die Idee, eine solche Halle an der Arena Nürnberger Versicherung anzusiedeln, besteht weiter — und deshalb ein enger Zeitplan. Für vier Jahre (zwei plus zwei Jahre Verlängerung als Option) nutzt die Stadt nun den Eventpalast am Flughafen als Sportstätte für die Basketballer. Für die Eishalle rechnet Gsell mit einer Bauzeit von 20 Monaten, "frühestens in zweieinhalb Jahren wären wir fertig — um dann an der Arena loszulegen".

Gsell: "Eine Frage der Ausrichtung"

Das größte Problem an diesem Plan, ist ein technisches: 3000 Zuschauer wünschen sich die Profi-Basketballer — so viele Plätze sind nötig, falls sie in die Bundesliga aufsteigen. Ob das auf dem Gelände an der Arena möglich ist? "Das ist eine Frage der Ausrichtung", sagt Gsell, der sich hier eine Halle mit mindestens zwei Spielfeldern vorstellt.

Claudia Arabackyj kann sich noch mehr vorstellen. Die SPD-Stadträtin wünscht sich eine Trendsporthalle für Nürnberg. Schon seit Jahren tauche der Wunsch bei Gesprächen mit Jugendlichen, insbesondere in der Skater-Szene, immer wieder auf, nun wollen die Sozialdemokraten das Thema angehen. In der Halle soll nicht nur Skateboarden, sondern Parcours, Slackline und BMX möglich sein.

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