Freitag, 14.05.2021

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Neuer Rekord: 14.000 Baustellen in Nürnberg

So viel wurde seit der Nachkriegszeit nicht mehr in der Stadt gebaut - 12.11.2015 15:45 Uhr

Eines der größten städtischen Verkehrsprojekte ist die Verlängerung der Straßenbahn 4 von Thon zur neuen Endstation Buch/Am Wegfeld.

11.11.2015 © Foto: VAG


Bernhard Fischer ist bei Sör für Baustellen zuständig. Seine Prognose: 14.000 sollen es in diesem Jahr werden. So viel wie seit den 50ern nicht mehr. 

Zu der Zahl gehören alle Vorhaben, die irgendwie öffentlichen Raum berühren. Das trifft für 90 Prozent der Bauprojekte zu, schätzt Fischer. Straßensanierungen, Neubauten oder Kanalarbeiten, öffentlich oder privat – alles fließt in diese Zahl ein. Statistisch begann alle 37 Minuten ein neues Projekt.

Für viele Bürger sind die Baustellen ein Ärgernis, schließlich führen sie oft zu Staus und langwierigen Umleitungen. Deswegen versucht Sör, die Projekte zumindest so zu koordinieren, dass der Verkehr trotzdem einigermaßen fließen kann.

Ein Beispiel: Im Kirchenweg in St. Johannis müssen Kanäle erneuert werden. Doch das Quartier ist durch die Sanierung der Hallertorbrücke ohnehin belastet. Bevor dort im April statt der Tram nur noch Busse fahren, soll die Maßnahme im Kirchenweg abgeschlossen sein. Daher hat Sör diese vorgezogen.

Neun von zehn Projekten sind privat, nicht öffentlich. Sör-Mann Fischer kann sich den Bauboom nur durch die niedrigen Zinsen erklären. „Weil die Leute keine Zinsen für ihr Geld bekommen, bauen sie lieber“, sagt auch Helmut Hubert.

Der 78-jährige Bauunternehmer ist schon lange im Geschäft. In der Branche seien die Auftragsbücher schon so voll, dass sich Firmen gegenseitig um Hilfe gebeten hätten.

jpz

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