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Neues Infosystem macht Rathausgeschichte erlebbar

System bringt Geschichte des wertvollen Bauwerks näher - 20.11.2018 16:29 Uhr

Das Informationssystem zur Rathausgeschichte wurde von Planungs -und Baureferent Daniel F. Ulrich, Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner und der stellvertretenden Leiterin der Museen der Stadt Nürnberg, Dr. Gabriele Moritz (rechts) eingeweiht. © Roland Fengler


Und so kam es dazu, dass das Rathaus als wichtiger Ort der Stadtgeschichte nun besser als bisher für Besucher erschlossen ist: Nach einem Bürgerentscheid hatte die Stadtverwaltung den Auftrag erhalten, das Rathaus als Attraktion für Besucher aufzuwerten und seine Geschichte erlebbar werden zu lassen. Die dazu notwendige Umgestaltung der Ehrenhalle ist jetzt abgeschlossen; der Raum präsentiert sich durch variable Lichteffekte attraktiv und stimmungsvoll.

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Ein neues Infosystem bringt den Nürnberger Besuchern die Geschichte des Rathauses näher: An drei Stationen in der Ehrenhalle des Hauses wird die Historie der Stadt und des Bauwerks erklärt. Historische Bilder, Texte und interaktive Felder informieren dort nun alle Interessierten.


In der Halle gibt es drei Informationsstationen, die Besucher selbstständig erkunden können. Hinter Schubladen, aufklappbaren Elementen und drehbaren Kurbeln erfahren die Gäste spannende Geschichten über die wechselvolle Vergangenheit der Stadt. Dazu gibt es Erläuterungen in Form von kurzen Texten in deutscher und englischer Sprache, außerdem historisches Bildmaterial. Zwei der drei Informationsstände sind als große Modelle gestaltet. Der Besucher kann – wie einst die Kaiser in der ehrwürdigen Reichsstadt – über die ehemalige Prachtstraße vom Hauptmarkt über Sebalduskirche und Fembo-Haus bis hinauf zur Kaiserburg wandeln.

Saal mit Geschichte

Eine eigene Station rückt das Rathaus in den Blickpunkt der Besucher. Im Historischen Rathaussaal – dem größten Saal nördlich der Alpen – tagte der Rat der Stadt, hielt Gericht und huldigte dem kaiserlichen Stadtherrn. Auch das Friedensmahl fand dort statt, mit dem im Jahr 1649 der Abschluss der Friedensverhandlungen nach dem Dreißigjährigen Krieg gefeiert wurde. Bei der dritten Station dreht sich alles um die ursprüngliche Bemalung und Ausstattung des Historischen Rathaussaals durch Albrecht Dürer, um spätere Übermalungen und mögliche Neuausmalungen, über die in der Stadt mehrmals diskutiert wurde.

Der Historische Rathaussaal selbst ist jetzt barrierefrei zugänglich. Teile des Saals wurden technisch auf den neuesten Stand gebracht, moderne LED-Strahler leuchten den historischen Saal atmosphärisch interessant aus. Die baulichen Eingriffe erfolgten in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz.

Hinweis für Besucher: Das historische Informationssystem in der Ehrenhalle (Rathausplatz 2) kann ab sofort kostenfrei während der Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden: an Wochenenden von 11 bis 16 Uhr, an Wochentagen von 9 bis 17 Uhr. - Durch den historischen Rathaussaal führen die Altstadtfreunde an Samstagnachmittagen, außerdem gibt es Führungen für Gruppen und Schulklassen, die über das Kulturpädagogische Zentrum der Museen gebucht werden können (per E-Mail an: schulen@kpz-nuernberg.de) 

Ute Wolf

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