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Neues Viertel bei Muggenhof: Bis zu 900 Wohnungen geplant

Bürgerbeteiligung läuft an - Baubeginn bereits in zwei Jahren? - 21.07.2019 05:53 Uhr

Ein begrünter Platz mit Cafés und Läden soll künftig das Herz des AEG-Nord-Geländes bilden, wo ein Mix aus Flach- und Satteldachgebäuden geplant ist. © Fotoanimation: MIB Coloured Fields GmbH


Noch bis zum 30. August können im Stadtplanungsamt die Pläne eingesehen und Anregungen zum Bebauungsplan Nr. 4543A gemacht werden.

Nachdem das Projekt vom Stadtplanungsausschuss Anfang Juni für gut befunden wurde, drückt die Kommune nun spürbar aufs Tempo. Das spricht für den Stellenwert des Viertels, das vom renommierten dänischen Stadtplanungsbüro Gehl aus Kopenhagen entworfen wurde. Der Masterplan sei in drei Workshops gemeinsam mit der Stadt entwickelt worden, sagt Projektentwickler Bertram Schultze, Chef der MIB Coloured Fields, der das AEG-Gelände gehört.

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Die Eckdaten sehen 800 bis 900 Wohnungen vor, 40.000 Quadratmeter sollen gewerblich genutzt werden. "Stadt der kurzen Wege" lautet das Leitmotiv für das Vorhaben, wie im städtischen Amtsblatt betont wird. Einig sind sich alle Beteiligten in mehreren Punkten: Durch eine überwiegende Blockrandbebauung soll ein urbanes Wohnumfeld mit großen, begrünten Höfen entstehen. Diese Grundstruktur aus dem AEG-Süd-Gelände wird auf das nördliche Gebiet übertragen, das derzeit noch teils von Künstlern und gewerblichen Betrieben zwischengenutzt wird, aber auch großflächig als Parkplatz dient.

Grüner Platz als Herzstück

Als "Herzstück", so Schultze, ist in der Mitte ein begrünter Platz vorgesehen, an den Läden und Cafés grenzen und für Leben sorgen. Zentral ist die Öffnung zur Pegnitz, im Gespräch ist auch ein neuer, schmaler Steg für Fußgänger und Radler ins westliche Pegnitztal. Bei den Wohnhäusern ist ein Mix aus Flach- und Satteldächern vorgesehen – letzteres mit Bezug auf die bestehende kleine Siedlung nördlich der Muggenhofer Straße, die
gerade teilweise saniert wird. Vom Reihenhaus bis zum siebenstöckigen Geschosswohnungsbau sind unterschiedliche Angebote möglich.

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Wichtig ist den Stadtplanern um den weltweit gefragten Architekten und Fahrradverfechter Jan Gehl "ein möglichst autofreies Viertel". Stellplätze für Fahrzeuge werden weitgehend in einer Tiefgarage gebündelt, die am Rand zur Pegnitz platziert wird. Für die notwendige Bodenplatte, die auf Pfählen gegründet wird, will man rund vier Meter vom nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeschütteten Bauschutt-Plateau abtragen.

Viele Interessenten

Wenn das Verfahren zügig verläuft, rechnet Schultze mit Planungssicherheit und Baustart in gut zwei Jahren. Für das AEG-Nord-Projekt wurde bereits die JV Nord Entwicklungsgesellschaft gegründet, an der zu 50 Prozent die MIB Coloured Fields und die MC Bau Invest aus Ingolstadt beteiligt sind, die primär in Wohnungen für den eigenen Bestand investiert.

Laut Schultze ist noch offen, ob bei der Umsetzung des Vorhabens noch weitere Projektpartner beteiligt werden. Klar ist aber: Es gibt schon viele Interessenten, die in diesem zukunftsweisenden Quartier arbeiten und/oder wohnen wollen. Mit Blick auf eine optimale Nahverkehrsanbindung wird auch eine Reaktivierung der angrenzenden Ringbahnlinie mit neuem Haltepunkt gewünscht. 

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