Neun Dinge, die Sie über die Kanadagans wissen müssen

18.8.2018, 20:49 Uhr
Die Debatte um die Gänse im Herzen Nürnbergs hält an: Sie verschmutzen mit ihren Fäkalien den Wöhrder See und lassen ihn für Badegäste unattraktiv wirken. Die Meinungen der Bürger spalten sich bei der Frage, ob die
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Die Debatte um die Gänse im Herzen Nürnbergs hält an: Sie verschmutzen mit ihren Fäkalien den Wöhrder See und lassen ihn für Badegäste unattraktiv wirken. Die Meinungen der Bürger spalten sich bei der Frage, ob die "Problemtiere" abgeschossen werden sollten. Aber wer sind diese Kanadagänse überhaupt und woher kommen sie? Hier finden Sie die Fakten. © Eduard Weigert

Die Kanadagans erkennt man an ihrem schwarzen Kopf und einem weißen Fleck an der Kehle. Der Hals ist ebenso schwarz, während die Brust und der Körper weißgrau bis bräunlich sind.
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Die Kanadagans erkennt man an ihrem schwarzen Kopf und einem weißen Fleck an der Kehle. Der Hals ist ebenso schwarz, während die Brust und der Körper weißgrau bis bräunlich sind. © Nicolas Armer, dpa

Sie zählen zu den am häufigsten vorkommenden Gänsen weltweit. Ihr Ursprungs-Brutgebiet liegt in Nordamerika - daher auch der Name Kanadagans. Allerdings kommt sie ebenso auf den Aleuten, einer Inselkette im Pazifik, bis hin zum Atlantik vor. Im Norden Amerikas gilt die Kanadagans als Charaktervogel des Tieflandes - ihr Brutgebiet beläuft sich dort auf Binnenseen der Prärie- und Ackerbaugebiete.
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Sie zählen zu den am häufigsten vorkommenden Gänsen weltweit. Ihr Ursprungs-Brutgebiet liegt in Nordamerika - daher auch der Name Kanadagans. Allerdings kommt sie ebenso auf den Aleuten, einer Inselkette im Pazifik, bis hin zum Atlantik vor. Im Norden Amerikas gilt die Kanadagans als Charaktervogel des Tieflandes - ihr Brutgebiet beläuft sich dort auf Binnenseen der Prärie- und Ackerbaugebiete. © Eduard Weigert

Die Kanadagänse kamen unfreiwillig nach Europa - Menschen brachten sie dorthin und siedelten sie gezielt an. Die Tiere gelten hier demnach als eine gebietsfremde Art, da sie diesen Ort wahrscheinlich nicht aus eigener Kraft erreicht hätten.
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Die Kanadagänse kamen unfreiwillig nach Europa - Menschen brachten sie dorthin und siedelten sie gezielt an. Die Tiere gelten hier demnach als eine gebietsfremde Art, da sie diesen Ort wahrscheinlich nicht aus eigener Kraft erreicht hätten. © Eduard Weigert

Seit 1970 befinden sich auch in Deutschland Kanadagänse und haben sich seither deutlich ausgebreitet. In Städten werden sie allerdings zum Problem: Sie betteln um Nahrung und hinterlassen Mengen an Kot. Auch an der Norikusbucht in Nürnberg.
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Seit 1970 befinden sich auch in Deutschland Kanadagänse und haben sich seither deutlich ausgebreitet. In Städten werden sie allerdings zum Problem: Sie betteln um Nahrung und hinterlassen Mengen an Kot. Auch an der Norikusbucht in Nürnberg. © Roland Fengler

Die Tierart ernährt sich vegetarisch von Gräsern, Kräutern, Sumpf- und Wasserpflanzen. Da sich die Tiere oft in Menschennähe aufhalten, machen sie Gebrauch von landwirtschaftlichen Produkten wie Mais, Getreide und Raps. Da sie oft gefüttert werden, müssen sie selten Hunger leiden.
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Die Tierart ernährt sich vegetarisch von Gräsern, Kräutern, Sumpf- und Wasserpflanzen. Da sich die Tiere oft in Menschennähe aufhalten, machen sie Gebrauch von landwirtschaftlichen Produkten wie Mais, Getreide und Raps. Da sie oft gefüttert werden, müssen sie selten Hunger leiden. © Eduard Weigert

Befinden sich die Gänse in einem Gehege, so können sie ein Alter von bis zu 33 Jahren erreichen. Leben sie in freier Wildbahn, ist die Lebenswahrscheinlichkeit deutlich geringer. Zwar gibt es keine genauen Angaben über den Altersdurchschnitt, allerdings schätzen Experten, dass die Tiere die 12-Jahre-Marke relativ oft überschreiten.
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Befinden sich die Gänse in einem Gehege, so können sie ein Alter von bis zu 33 Jahren erreichen. Leben sie in freier Wildbahn, ist die Lebenswahrscheinlichkeit deutlich geringer. Zwar gibt es keine genauen Angaben über den Altersdurchschnitt, allerdings schätzen Experten, dass die Tiere die 12-Jahre-Marke relativ oft überschreiten. © Eduard Weigert

Wenn nicht gerade die Paarungs- und Brutzeit ansteht, leben Kanadagänse in Schwärmen. Sie können sich bereits im zweiten Lebensjahr paaren - im dritten aber erst erfolgreich brüten. Suchen sich die Tiere einen Brutpartner aus, so bleibt dieser mehrere Jahre an deren Seite. Die Weibchen legen in der Regel zwischen fünf und sechs Eier und brüten diese circa 28 Tage aus.
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Wenn nicht gerade die Paarungs- und Brutzeit ansteht, leben Kanadagänse in Schwärmen. Sie können sich bereits im zweiten Lebensjahr paaren - im dritten aber erst erfolgreich brüten. Suchen sich die Tiere einen Brutpartner aus, so bleibt dieser mehrere Jahre an deren Seite. Die Weibchen legen in der Regel zwischen fünf und sechs Eier und brüten diese circa 28 Tage aus. © Eduard Weigert

Von Gefahren werden die Tiere leider nicht verschont: Ihr Lebensraum umfasst Felder und Grasland in der Nähe von Seen oder Sümpfen. Es besteht eine große Gefährdung des Lebensraums, wenn diese trockengelegt werden. Natürliche Feinde haben sie zwar wenige, dennoch können Seeadler und Füchse ihnen gefährlich werden.
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Von Gefahren werden die Tiere leider nicht verschont: Ihr Lebensraum umfasst Felder und Grasland in der Nähe von Seen oder Sümpfen. Es besteht eine große Gefährdung des Lebensraums, wenn diese trockengelegt werden. Natürliche Feinde haben sie zwar wenige, dennoch können Seeadler und Füchse ihnen gefährlich werden. © Eduard Weigert

In Deutschland geht auch von den Gänsen selbst Gefahr aus: Sie können auf Feldern einen beträchtlichen Schaden anrichten. Durch ihre Fäkalien verschmutzen sie sowohl Wiesen in den Städten, als auch das Wasser der Seen.
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In Deutschland geht auch von den Gänsen selbst Gefahr aus: Sie können auf Feldern einen beträchtlichen Schaden anrichten. Durch ihre Fäkalien verschmutzen sie sowohl Wiesen in den Städten, als auch das Wasser der Seen. © Roland Fengler